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Dagebüll : Vorerst keine Fusion der Sportvereine

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Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Zusammenschluss der Sportvereine aus Dagebüll und Fahretoft scheitert an Veto des SV Dagebüll / Gespräche sollen fortgesetzt werden

shz.de von
erstellt am 09.Feb.2015 | 05:00 Uhr

Aus einem Zusammenschluss der beiden örtlichen Dagebüller Sportvereine wird vorerst nichts. Das ergab die Jahreshauptversammlung des TSV Fahretoft-Waygaard am Donnerstag im Fährhaus Schlüttsiel.

Der von den Fahrtetofter Mitgliedern mit 19 Ja-Stimmen bei einer Neinstimme und einer Enthaltung gewünschten Fusion setzte der SV Dagebüll ein deutliches Nein entgegen. „Kooperation ja – Fusion nein“, machten die beiden Dagebüller Vorstandsmiglieder Kurt Hinrichsen und Dr. Katinka Schweizer deutlich. Die Jahreshauptversammlung des TSV beauftragte nun ihren Vorstand, die Gespräche mit dem SV Dagebüll fortzusetzen und einen Zusammenschluss 2016/2017 anzustreben. TSV-Vorsitzender John Witt hatte eine Reihe von Vorteilen genannt, die ein Zusammenschluss mit sich bringen würde – darunter den positiven Werbeeffekt eines gemeinsamen Auftritts, die gemeinsame Nutzung der Sportstätten in der Gemeinde, einen zentralen Standort und ein um die Gemeinde Ockholm erweitertes Vereinsgebiet.

Als mögliche Reibungspunkte listete er freilich auch die unterschiedlichen Beiträge auf und vor allem mögliche emotionale Gründe. Katinka Schweizer erwiderte dazu, dass es im SV Dagebüll zwar ein klares Bekenntnis zur Kooperation mit dem Nachbarn gebe, dass sie sich aber eine Fusion so kurz vor dem 50-jährigen Vereinsjubiläum (das feiert der SV Dagebüll 2017) nicht vorstellen könne. „Mit einem Zusammenschluss geht auch Identität verloren“, sagte sie und ließ anklingen, dass man auch die Ortsteile stärken müsse. SV-Vorsitzender Hinrichsen: „Wir wollen uns nichts mit Gewalt überstülpen lassen. Das muss langsam wachsen.“

Bürgermeister und TSV-Mitglied Hans-Jürgen Ingwersen: „Für mich kann es nur ,Fusion‘ heißen.“ Er sehe in einem Zusammenschluss nur Vorteile, auf das Beispiel Risum-Lindholm und die künftig sinkenden Mitgliederzahlen verweisend. Der TSVer Johannes Petersen: „Die Zeit der Fusion wird kommen.“

Aus der JHV ist das zu berichten: Der TSV zählt 200 Mitglieder Tendenz noch gleichbleibend – plant eine Vereinschronik und feiert in diesem Jahr sein 50-jährtiges Bestehen. Durch Olaf Erismann ist der TSV im Internet präsent, plant eine neue Möblierung des Vereinsheims und hat finanziell zurzeit 5000 Euro auf der Habenseite. Die Sportanlagen sind nach ihrer Renovierung in einem guten Zustand, erklärte auch Bürgermeister Hans-Jürgen Ingwersen. In diesem Jahr wird ein neuer Kommunalschlepper das Mähen des Sportplatzes übernehmen.

Unterschiedliche Aktivitäten klangen aus den Berichten der Sparten heraus, vertreten durch Fußball (mit zwei Mannschaften), Volleyball, Kinderturnen, Seniorengymnastik und Aerobic. Die Badmintonsparte sei „außer Betrieb“ – die Tennissparte aufgelöst. Deren Anlage an der ehemaligen Schule werde jedoch vom SV Dagebüll übernommen. Das goldene Sportabzeichen wurde sechs Mal erworben. Langjährige „runde“ Vereinszugehörigkeit ehrt der TSV mit Verleihung der Ehrennadel. Eine silberne Nadel verlieh John Witt Anja Sönnichsen (20) und eine goldene Momme Petersen und Jens Ingwersen (beide 30 Jahre im TSV). Zum Sportler des Jahres wurde Marten Ketelsen ausgerufen. Wiedergewählt wurden Vereinsvorsitzender John Witt, Schriftführer Olaf Erismann und Hauptsportwart Erk Schlichting.

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