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Nordfriesland Tageblatt

11. Dezember 2017 | 20:53 Uhr

Vorerst kein neuer Gewerbeverein

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Unternehmer aus den Gemeinden Klixbüll, Tinningstedt und Bosbüll planen die Gründung eines eigenen Handel- und Gewerbevereins

Gut Ding will Weile haben. Trotz erfreulich großen Interesses ist es im Bosbüller Gemeindehaus noch nicht zu der angestrebten Gründung eines Handels- und Gewerbevereins (HGV) mit Unternehmen aus den Gemeinden Klixbüll, Tinningstedt und Bosbüll gekommen.

Teilnehmer der Zusammenkunft auf Einladung der Initiatoren Hauke Harder und Andreas Koop hatten sich zwar mehrheitlich für eine Gründung ausgesprochen und Vorteile erkannt. Doch nach einigen skeptischen Einlassungen mit dem sprichwörtlichen „Ja-Aber“ erfuhr das Unternehmen HGV eine Vollbremsung. Nun soll im Januar nächsten Jahres ein neuer Versuch gestartet werden.

Klixbülls Bürgermeister Werner Schweizer erzeugte zunächst Aufbruchstimmung, als er Möglichkeiten auflistete, wie der stillgelegte Flugplatz künftig genutzt werden kann. Insgesamt sei an eine Art ökonomisch-ökologischer Symbiose gedacht. Teile des riesigen Areals sollen unter Naturschutz gestellt, andere als Gewerbepark genutzt werden, wie es aus Leck heißt. Schweizer: „Wir müssen werben und Firmen heran holen. Der Flugplatz macht gewerbliche Nutzungen möglich.“ Er äußerte sich erfreut über die Bestrebungen, einen Drei-Gemeinden-HGV zu gründen. Sabine Schwarz, Gemeindemanagerin in Leck und Bürgerin der Gemeinde Klixbüll, leistete gedankliche Hilfestellungen zum Thema und Begriff „HGV“. Aus dem Kreis von 55 Unternehmen in den drei Gemeinden listete sie Branchen und Dienstleistungsofferten auf und kam zu dem Ergebnis, dass sich die Unternehmen mit einem organisatorischen Zusammenschluss nur etwas Gutes antun können. Doch dieses Ziel erfordere einige Mühe, und Zeit. Wie die anderen es machen, deutete sie mit Beispielen aus Braderup, Risum-Lindholm, Süderlügum-Humptrup, Leck und Niebüll an. Ein HGV biete eine Fülle von Chancen. Der Fantasie seien keine Grenzen gesetzt – auch die nach Dänemark nicht. Man könne auch „netzwerken“. Einzelkämpfer schlössen sich zum Team zusammen. Der Blick in die Glaskugel lohne.

Das Feedback unter den Besuchern des Abends ergab eine große Spannbreite positiver Meinungen – von interessant und sinnvoll bis super und spannend. Einige hatten erst vor kurzem davon erfahren, andere waren aus Neugierde gekommen oder wollten nähere Einzelheiten hören. Doch die Bereitschaft aktiv mitzumachen, hielt sich in Grenzen. Mitglied werden: ja – im Vorstand mitmachen: nein. So stehen Hauke Harder und Andreas Koop in den kommenden Wochen bis zum zweiten Anlauf vor der Aufgabe, den einen oder anderen Bereitwilligen zu finden. Helfen sollen ihnen dabei Sabine Schwarz sowie Heike und Udo Petersen. Bis dahin sei auch Zeit, eine Satzung zu entwerfen. Einig war man sich mehrheitlich darüber, dass das Ziel ein HGV in Vereinsform sein muss. Ein „Kreis“ oder „Stammtisch“ reichen nicht. Sabine Schwarz: „Nur die Vereinsform gibt Sicherheit.“



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