zur Navigation springen

Von traditionell bis kultig: Wenn Ladelunds Landfrauen feiern

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Wenn die Landfrauen Erntedank feiern, dann aber richtig. 85 Teilnehmer aus dem Einzugsbereich die Gemeinden Bramstedtlund, Karlum und Westre trafen sich im Kirchspielkrug, der Shanty-Chor Niebüll von 1985 sorgte für den maritimen Anstrich.

Für eine – dem Anlass entsprechend – prächtige Ausschmückung des Saales hatten die „fleißigen Bienen“ aus Westre gesorgt. Mehrere gemeinsam gesungene Lieder aus der Zeit, als die Landwirtschaft noch nicht von der Motorisierung erfasst war, wurden von Silke Hansen per Handharmonika begleitet, zum Beispiel: „Ich bin ein schlichter Bauersmann“ und „Wir pflügen und wir streuen“.

In der Rede der Vereinschefin Christel Hintz würdigte diese besonders den Wert der von den Landfrauen gepflegten Traditionen: „Im übertragenen Sinne ist die Tradition in unserem Leben die Routine, die uns in Stresssituationen eine große Hilfe ist, da sie drohenden ’Burn-out’-Erkrankungen energisch entgegenwirkt.“ Das Fazit ihrer Rede lautete: „Die glücklichsten Menschen sind nicht diejenigen, die am meisten haben, sondern die, die am meisten danken.“

Bürgermeister Brümmer dankte den Landfrauen für ihre „Arbeit in Haus und Hof, für die Familien und die Gemeinschaft.“ Durch ihre vielseitige ehrenamtliche Arbeit seien sie „zu wichtigen Trägern der ländlichen Kultur, ja zur Seele des gesamten ländlichen Raumes“ geworden.

Nachdem sich die Festgemeinde bei einem gemeinsamen Essen gestärkt hatte, wartete der Shanty-Chor Niebüll, unterstützt durch die Instrumentalisten Manfred Tank (Gitarre und Leitung), Käthe Jürgensen (Akkordeon) und Rolf Sievers (E-Bass) mit einem einstündigen Konzert auf, wobei Gerhard Holland mehrmals als Shantyman solistisch in Erscheinung trat und der Vereinsvorsitzende, Willi Schoppmeier, in humorvoller Weise durch das Programm führte.

Die Ehrung von 14 Geburtstagskindern des laufenden Jahres, zwischen 57 und 86 Jahren alt, leitete über zum stimmungsmäßigen Höhepunkt des Festes: dem von Mirco March einstudierten und auf dem Klavier begleiteten „Landfrauenlied“, Titel: „Die lustigen Weiber von Ladelund“, mit dem der von Mitgliedern unterstützte Vorstand der Gastgeber sich und seinen Verein voller Ironie augenzwinkernd selbst „auf den Arm nahm“. Eine effektvolle Choreografie der bunt kostümierten Gruppe steigerte den Erfolg des auf dem Schlager „Y.M.C.A“ beruhenden Darbietung noch erheblich.

zur Startseite

von
erstellt am 08.Okt.2014 | 16:39 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert