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Nordfriesland Tageblatt

18. Oktober 2017 | 23:14 Uhr

Theater : Von Säuglingssorgen und Vaterfreuden

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Neukirchener Laienspielgruppe begeistert mit der Uraufführung ihrer Inszenierung des plattdeutschen Stücks „Een Säugling toveel“.

shz.de von
erstellt am 27.Jan.2014 | 14:00 Uhr

Mit dem lustigen plattdeutschen Einakter „Een Säugling toveel“ von Joachim Grabbe begeisterte die Neukirchener Laienspielgruppe im Landgasthof Fegetasch. In der Handlung wird dem Rentner Jochen Hahntritt (Sönke Ingwersen) per Postkarte die Ankunft „seines Säuglings“ mitgeteilt. Er solle sich um ihn kümmern, da dessen Mutter das nicht mehr könne und ihn deshalb gut bei sich in der Familie aufnehmen.

Das neugierige Stubenmädchen Tekla Maschenpieper (Kerstin Garmsen) liest natürlich zuerst die Karte und folgert daraus, dass ihr Chef wohl ein uneheliches Kind hat: „Dat weer wull’n Fehltritt – mien Scheff hett’n lütten Bilöper.“ Als die Chefin Wiebke Hahntritt (Ute Deter), Inhaberin der Pension „Zum Hahn“, die Karte liest, will sie sich sofort von ihrem Mann scheiden lassen. Deren zu Hysterieausbrüchen neigende Tochter Gesa (Bente Botte-Nielsen) ist ebenfalls geschockt und spinnt den Geliebtenverdacht weiter. Denn sie zweifelt daran, dass ihr Verlobter Knut Harmsen (Gernot Sönksen) zusammen mit ihrem Vater nur zu Sitzungen des Vereins zur Erhaltung von Schmetterlingen und Käfern gegangen ist.

Obwohl die holde Weiblichkeit des Hauses sich gegen die ahnungslosen Männer verbündet und nur noch „per Sie“ mit ihnen redet, bekommt Wiebke doch Mitleid mit dem armen „Säugling“. Sie beauftragt Tekla alle möglich Baby-Utensilien, einschließlich Kinderwagen, zu besorgen. Da sich am selben Tag mit einer weiteren Postkarte ein Möbelvertreter angekündigt hat, nimmt die urkomische Verwechslung nun ihren Lauf.

Um ein Baby ging es am Schluss tatsächlich: Dabei strich Sönke Ingwersen seiner Darstellerkollegin Bente Botte-Nielsen schmunzelnd über ihren Bauch, denn sie erwartet tatsächlich im März ein Baby.

Mehrfacher Zwischenapplaus und lang anhaltender Schlussbeifall waren der Lohn für die hervorragenden Darsteller mit ihrer Topusterin Anja Sönksen. Weitere Aufführungen der Laienspielgruppe in der Region folgen in den nächsten Wochen.

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