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Nordfriesland Tageblatt

16. Dezember 2017 | 22:03 Uhr

Von Knastbrüdern und Halligmöwen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Beim Feuerwehrfest in Stedesand standen Ehrungen, Theaterstück, Danz op de Deel und viel Vergnügliches auf der Tagesordnung

shz.de von
erstellt am 08.Feb.2017 | 14:26 Uhr

Wenn die Freiwillige Feuerwehr feiert, dann feiert das Dorf mit. Der Stedesander Knopp war wie immer gut besucht. Gemeindewehrführer Uwe Sönnichsen freute sich über den Besuch von Abordnungen der Nachbarwehren. Nach Willkommensgrüßen an die Stedesander und kurzem Gedenken an Johannes Hansen und Gustav M. Sörensen rief er drei verdiente Feuerwehrleute nach vorn. Bürgermeister Stephan Koth übereichte zwei Brandschutzehrenzeichen „am Bande“. Die silberne Version erhielt Helge Sönnichsen für 25-jährige aktive Dienstzeit, die goldene Haye Nissen, der 40 Jahre Feuerwehrdienst geleistet hat.

Eine besondere Ehre wurde dem früheren Wehrführer Andreas Sönnichsen zuteil. Er wurde zum Ehrenwehrführer ernannt. Er leitete die Stedesander Wehr 18 Jahre. In seine Amtszeit fielen unter anderem das 100. Wehrjubiläum und die Anschaffung eines Tanklöschfahrzeugs. Andreas Sönnichsen, der von einer nordfriesischen Hallig stammt, wurde in Anspielung auf seine Herkunft eine geschnitzte Möwe überreicht, zumal er im Dorf (und auch bei Drei Harden) oft mit seinem Spitznamen „Halligmöwe“ angesprochen wurde.

Aber nicht nur im Dorf wird Spaß verstanden. Das gilt auch für das Feuerwehrfest im Knopp. Für einen deftigen Spaß sorgte die Laienspielgruppe der Feuerwehr. Dieses Mal war es „De rode Rock“, um den es bei dem lustigen Einakter von Josef Brun ging. Zum Inhalt: Der verstorbene Altbauer traut seiner Bank nicht und verteckt seine finanzielle Hinterlassenschaft in einem roten Rock. Von 100  000 D-Mark ist die Rede. Aufbewahrt wird der Rock in der Truhe im Gartenhaus – just dorthin sind zwei Ganoven geflüchtet, die aus dem Knast ausgebrochen sind. Sie müssen ihr gestreiftes Outfit loswerden, finden in der Truhe aber nur weibliche Bekleidungsstücke. Diese streifen sich die beiden Ausbrecher über, geraten aber schnell in die Bredouille, weil auch andere erfahren haben, dass der Alte sein Geld in besagtem Rock versteckt hatte. Auf den Schlag entwickeln sich Begehrlichkeiten, die zwar menschlich verständlich sind, jedoch einigen handgreiflichen Zank auslösen. Das Ende der Geschichte: Die smarte Anna und der Ganove Max machen sich mit dem roten Rock von dannen – und die gierige Konkurrenz hat das Nachsehen. Jens Lorenz Steensern, Ulf Sönnichsen, Maike Knutzen, Ute Matthiesen, Andreas Sönnichsen, Kirsten Bock und Joachim Knutzen verdienten herzhaften Beifall.

Eine Tombola brachte Gewinne. Zur Stärkung gab es auch etwas – und wie immer bis in die tiefe Nacht hinein „Danz op de Deel“, angeschoben von einem fleißigen DJ, der Tonträger von den Fünfzigern bis zur Gegenwart auflegte.

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