zur Navigation springen
Nordfriesland Tageblatt

22. Oktober 2017 | 10:53 Uhr

Musical-Nacht : Von Dirty Dancing bis Evita

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Mal burlesk, mal rockig, mal emotional: Bei der Niebüller Musical-Night begeistern erstklassige Solisten und eine hervorragende Band ihr Publikum.

shz.de von
erstellt am 08.Jan.2014 | 12:15 Uhr

Sie kamen als alte Bekannte und gewannen neue Freunde – Freunde des Musicals, das sich auch ansonsten zunehmender Beliebtheit erfreut. Mit Melodien und Hits aus 20 Musicals im Gepäck gastierte die Hamburger Set Musical Company zum wiederholten Mal in der Stadthalle, die mit 350 Nordfriesen zwar gut besucht, jedoch nicht ganz ausverkauft war. Dennoch: Die Besucher waren – bei Musical-Nummern von Cole Porter bis Udo Jürgens – schier aus dem Häuschen. Und hätten nach dreistündiger Power-Show gut und gerne noch ein wenig länger ein wenig mehr von dem genießen können, was die erstklassigen Solisten und die hervorragende Band auf der Bühne boten.

„Ein Musical kann alles sein, was es will. Es muss nur eines haben: Musik.“ Diese Worte stammen vom Oscar Hammerstein II., einen Musical-Oldie, Songwriter und Produzenten. Und davon gab es in der Tat reichlich in der Niebüller Musical-Night, die Axel Törber moderierte, Passagen erläuterte und auch als Drummer für wummernde Rhythmen sorgte, ohne die es offenbar auch in der Musicalszene nicht geht. Die Szenerie der U-Musik ist eine andere geworden – vor allem lauter. Und das schwappte auch ins Musical über.

Doch moderat ging es an – wie einst in den sechziger, siebziger Jahren, als „Kiss me Kate“, „Smash“ oder „Die Schöne und das Biest“ weiter oben in der Gunst der Fans standen. Die Company durchwanderte schnell weitere Stationen, machte Halt beim „König der Löwen“, und in „Memphis“ und erinnerte an den Dauerbrenner „Dirty Dancing“, der es in Ecks’s Kino auf zehn Wochen brachte. Teil I der Show hatte schließlich in „Sister Act“ seinen ersten (amüsanten) Höhepunkt.

Erstklassig ging es weiter in Richtung Finale: mal rockig, mal burlesk und mal emotional wie bei „Evita“. Dann gleich drei Hammer-Hits aus „Phantom der Oper“ – bis die letzte Stunde des Tages angebrochen war – und in die aktuelle Szene überleitete, die derzeit (und immer noch) von zwei Größen des Showbusiness bestimmt wird, den beiden Udos. Der eine (der von der „Andrea Doria“ und den man auch „Unterlippe mit Hut“ nennt) wurde parodiert, vom andern (dem im weißen Bademantel) war erneut zu erfahren, er sei noch niemals in New York gewesen. Zwischen den beiden Zeitgenossen des „Showbizz“ noch ein prächtig buntes und „heißes

 



“ ABBA-Intermezzo, das die Stimmung in der Stadthalle ein wenig zum Sieden brachte.

Singen, spielen, tanzen: An den eher seltenen tänzerischen Einlagen beteiligte sich auch die Band und machte einen alles in allem super-unterhaltsamen Abend komplett. Fazit: Die hanseatischen Show-Profis aus dem Genre des Musicals haben sich mit dem alljährlichen Januar-Termin in der Stadthalle längst etabliert, wenngleich in wechselnder Besetzung. Außerdem hat man bei derlei Veranstaltungen das Gefühl, einige Schritte den Broadway entlang zu gehen. Die Set Musical Company aus Hamburg hat ihre Reise durch die deutschen Lande vor 20 Jahren begonnen. Gemessen an ihren Erfolgen, wird sie noch dauern – und weiterhin in Niebüll Station machen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen