Goallegen-Cup : Von der Schnapsidee zum Kult-Event

Zum Goallegen-Cup am Sonnabend werden wieder mehr als 1000 Hobbyfußballer und Besucher in Niebüll erwartet

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29. Juli 2015, 05:00 Uhr

Es soll wieder ein ganz großes Sportfest im Stadion an der Jahnstraße werden – der mittlerweile 9. Goallegen-Cup des TSV Rotweiß Niebüll. Der Name des Turniers setzt sich zusammen aus der Internationalen Bezeichnung „Goal“ für Mal, Ziel oder Tor, Teil zwei aus den Ko-llegen, die das Turnier aus der Taufe hoben und aus der Schnapsidee ein kultiges Event machten. Wie kultig, ist auch an den skurrilen Namen zu erkennen, unter denen die Kicker auf das Kleinfeld auflaufen.

Dennoch: Es ist Fußball, der da am kommenden Sonnabend, dem 1. August von 9 bis 20 Uhr gespielt wird – genauer gesagt „Hobbyfußball just for fun“. Und damit jeder seine Chance hat, sind für die Kicker höherklassiger Mannschaften Limits gesetzt. So dürfen dem zehnköpfigen Aufgebot nur zwei Kreis- oder Verbandsligaspieler angehören und der gerade spielenden Mannschaft deren nur einer.

Gemeldet haben sich 84 Mannschaften, die 284 Spiele auf sieben Kleinfeldern austragen werden. Gespielt wird in der Gruppenphase mit jeweils sechs Teams eine Vor- und anschließend die Finalrunde im K.O.-System. Die neun Damenteams spielen eine Vorrunde und ermitteln die Platzierungen im Play-Off. Alle Titelverteidiger 2014 sind dabei: Die Superkicker (A-), der FC Papi Chulos (B-Pokal))und von der Damen der FC Elvis. Unter den teilnehmenden Mannschaften sind drei Migrantenteams, mit denen auch der Goallegen-Cup „sportliche Willkommenskultur“ signalisiert: Die Eritreer (als VHS-DaZ), aus Klixbüll das Team „SyrKlix“ aus Syrien und der FC United Sylt, eine somalisch-afghanische Kombination.

Den volksfestartigen Charakter des Turnier, das den Tag über an die 1000 Besucher anlockt, unterstreichen diese Aktionen. Die Husumer Physiotherapeutenschule Nord wird sich um die Fitness der Kicker kümmern. Glück, Kraft und Geschick können beim Bierglasschieben herausgefordert werden. Das Haus der Jugend hat spaßige Aktionen vor. Kinder können in der Fußballhüpfburg „strumpfsock“ toben. Eine Torwand fordert Treffsicherheit. Und an einem Stand kann man die eigene Schussgeschwindigkeit am Ball messen lassen.
Die Siegerehrung findet kurz nach 20 Uhr statt, vorausgesetzt es gehen nicht zu viele Spiele durch Zeit raubende Siebenmeterentscheidungen voraus. Nach kurzer Verschnaufpause steigt im Festzelt auf der Bürgerwiese die Player’s Night, in der ein DJ auflegen wird „Jetzt hoffen wir nur noch auf gutes Wetter“, sagt Michael Pien, der sich die Turnierleitung mit Moritz Steiner und Mogens Lesch teilt.

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