Konzert : Von Barock bis Pop: Junge Musiker zeigen ihr Können

Die Konzertierenden boten ein vielfältiges Programm.
Die Konzertierenden boten ein vielfältiges Programm.

Mit einem abwechslungsreichen Programm überzeugten die Schüler der Kreismusikschule ihr Publikum.

shz.de von
22. November 2016, 06:00 Uhr

Mehr als 70 Kinder und Jugendliche, die an der Kreismusikschule Nordfriesland aus- oder fortgebildet werden, warteten in der Niebüller Christuskirche mit einem Konzert auf – das vom Publikum begeistert aufgenommen wurde. Die Gesamtleitung hatte Christine Burkard (Risum-Lindholm); allein schon die organisatorische Leistung, die vielen Nachwuchsmusiker in der Enge des Altarraums unterzubringen und ihre Auftritte zeitlich zu koordinieren, verdient ein Extralob.

Das abwechslungsreiche Programm, das klassische Werke aus der Zeit der Renaissance und des Barock, vor allem aber auch aus dem Bereich der Pop- und Folkmusik enthielt, begann mit „Hallo“, einer fröhlichen, entspannten Eröffnungsmelodie, an deren Darbietung alle Instrumentalgruppen „gleichberechtigt“ beteiligt waren. Beim nachfolgenden, mit viel Schwung präsentierten Titel „Sascha“ übernahmen die Flöten und Streicher die Führung, die Gitarren, Schlagwerker und das Keyboard die Begleitung.

Die Komposition „Flying“ hatte ein sich ständig wiederholendes und abwechslungsreich variiertes Motiv zum Inhalt, dem sich „Musical Priest“, ein Beispiel für typisch schottische Musik, anschloss. Die Harfengruppe zeigte ihr beachtliches Können bei ihrer Interpretation des aus der Zeit der englischen Renaissance stammenden Liedes „A Toy“. Dazu reizvoll kontrastierend wurde danach der Rock-Titel „Nip and Tuck Race“ zu Gehör gebracht. Die Streichergruppe hatte ihren ersten großen Auftritt beim tanzbaren Tango „El Choclo“, einen zweiten bei dem vom Keyboard unterstützten „Dance“ im Stile des Irisch Folk.

Sodann erinnerten die Gitarren mit „Billy Jean“ gekonnt an Michael Jackson, bevor sie wenig später den fetzigen „Gitmo-Rock“ erklingen ließen. Das Vokalensemble stellte sich musikalisch mit dem Pop-Song „Photograph“ vor, wobei es sich von den Flöten, Gitarren, den Schlagwerkern und Percussionisten begleiten ließ.

Bei allen Konzertbeiträgen begnügte sich Christine Burkard als „Dirigentin“ damit, mit einem Instrument im Arm seelenruhig vor den musizierenden Gruppen zu stehen, ihnen durch gezielte Blicke ihre Einsätze anzuzeigen und sie unauffällig durch das Gestrüpp unterschiedlich komplizierter Rhythmen zu lenken. Als singende Solistin wusste Lina Südel beim Titel „Kerstin“ ihre klare, feste Stimme gekonnt zur Geltung zu bringen. Für barocke Klänge sorgten noch einmal die Flöten mit dem Satz „Legerement“ aus einem Trio in Dur von J. B. Boimotier, die Gitarren mit dem „Allegro“ aus dem bearbeiteten Orchester-Konzert in D-Dur von G.P. Telemann.

In die Gegenwart zurück, führte sodann das Vokalensemble mit bekannten „Ohrwürmern“ aus dem Bereich der Popmusik, bevor alle Gruppen zusammen das Konzert mit „Take it easy“, „Rock mal wieder“ und „A World of Peace and Harmony“ abrundeten. Mit letzterem Titel brachten sie gemeinsam ihre Sehnsucht nach Frieden und Harmonie glaubwürdig zum Ausdruck, woraufhin das Publikum mit lautstarkem, lange anhaltendem Beifall reagierte.

Christine Burgart dankte allen, die am Konzert mitgewirkt hatten, und vergaß auch nicht, die Leistung des Tontechnikers Gerd Meier zu würdigen. Ein Mädchen nahm das Mikrofon an sich, um der musikalischen Leiterin des Abends für ihre liebevolle Betreuung und den vielen Zuhörern für ihr Kommen zu danken.


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