zur Navigation springen
Nordfriesland Tageblatt

18. Dezember 2017 | 08:15 Uhr

Von andächtig bis temperamentvoll

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Familiären Charakter hatte ein gemeinsames Adventskonzert von Bläserkreis, Kantorei und Gospelchor – und auch Glockengeläut spielte eine Rolle

shz.de von
erstellt am 30.Nov.2015 | 00:32 Uhr

Die Einladung der Kirchengemeinde Leck, am frühen Abend des 1. Adventssonnabends in die St. Willehadkirche zu kommen, um ein gemeinsames Konzert des Achtruper „Martin-Luther-Bläserkreises“, der „Kantorei St. Willehad“ und des Gospelchores „St. Will’s Singers“ zu erleben und sich dadurch auf die Vorweihnachtszeit einstimmen zu lassen, fand eine lebhafte Resonanz.

Pastor Stefan Möbius dankte allen Erschienenen für ihr Kommen und den für die festliche Musik Verantwortlichen für die geleistete Vorarbeit. Sein besonderer Dank galt der Leiterin des Posaunenchores, Alexandra Holst, und dem Kantor Thomas Hansen als Leiter der Vokalchöre, Begleitpianist und Organist an der Paschen-Orgel. Die Tatsache, dass zwei Nachwuchsbläser besonders hervorhoben wurden, die an diesem Abend erstmals öffentlich auftreten durften, trug dazu bei, dass die Veranstaltung insgesamt einen familiären Charakter aufwies.

Das Programm begann mit einem Schmunzeleffekt: Gerade hatte Alexandra Holst ihre Arme erhoben, um den Einsatz zur ersten Bläserdarbietung zu geben, setzte das Geläut der Glocken ein, das abzustellen vor Ort niemand in der Lage war, so dass es hieß, sein Ende geduldig abzuwarten. Sodann spielte der Bläserkreis ein abwechslungsreich gestaltetes Vorspiel zum Lied „Wir sagen dir an, den lieben Advent“, das in die Melodie einer kompletten Strophe einmündete.

Im weiteren Verlauf des Programms trug der Bläserkreis allein weitere Adventslieder und Bearbeitungen von diesen vor, von denen ihnen das fröhliche Vorspiel zu „Wie soll ich dich empfangen“ von Traugott Fünfgeld besonders gut gelang. Ein besonderer Reiz dieser Komposition lag im wiederholten Wechsel des cantus firmus vom Sopran zum Tenor, wie er auch beim Vortrag des Liedes „Es kommt ein Schiff geladen“ praktiziert wurde. Des weiteren begleiteten die Blechbläser – zumeist im Wechsel mit der Orgel – mehrere von der Gemeinde gesungene Lieder, darunter „Mit Ernst, o Menschenkinder“, „Tochter Zion“ und „Lobt Gott, ihr Christen allzu gleich“. Auf der Orgel interpretierte Thomas Hansen – mit erkennbarem Hang zu modernen Harmonien – „Mit Ernst, O Menschenkinder“ und „Macht hoch die Tür“ und „Jauchze laut“, alle verfasst von Matthias Nagel.

Die beiden Gesangschöre, die hinsichtlich der Männerstimmen ein wenig unterbesetzt waren, ließen gemeinsam als Taizé-Satz ein schlichtes, sauber intoniertes „Magnificat“ erklingen. Danach warteten die St. Will’s Singers, von Thomas Hansen am Klavier temperamentvoll begleitet, mit einigen weihnachtlichen Gospels auf. Dabei verblüffte besonders die ungewohnte Spritzigkeit des Liedes „Es ist ein Ros’ entsprungen“, während beim Satz „Go, tell it on the mountain“ ein hinsichtlich der Tonart zu beobachtendes Auseinanderleben von Chor und Klavier vom Publikum mit verständnisvollem Lächeln quittiert wurde.

Die Kantorei griff – teils instrumental begleitet, teils a cappella – auf Altbewährtes zurück, so auch auf „Nun komm, der Heiden Heiland“ von Lukas Osiander, „Der Morgenstern ist aufgedrungen“ von Michael Prätorius und „Hört der Engel frohe Lieder“ von Sascha A. Heberling. Dankesworte, die Pastor Möbius an alle Mitwirkenden des gottesdienstähnlichen Konzertes richtete, unterstrichen die Zuhörer durch lange anhaltenden, lebhaften Applaus. Daraufhin stimmten die Martin-Luther-Bläser das Lied „Lobt Gott, ihr Christen allzu gleich“ an, das von der Gemeinde stimmgewaltig mitgesungen wurde und die Veranstaltung fröhlich ausklingen ließ.



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen