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Ideen gesucht : Vom Sorgenkind zum Kleinod in spe

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Gemeinde Leck hofft auf kreative Antworten der Bürger: Wie soll der Pavillon im Ortskern künftig genutzt werden?

von
erstellt am 16.Jan.2014 | 08:00 Uhr

Neue Ideen müssen her. Vielleicht ein Café mit Außensitzplätzen? Eine gemeinsame Anlaufstelle für Gemeindemarketing und Touristinfo? Oder ein Hundefriseur? Erste Vorschläge gibt es bereits. Doch Lecks Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn hofft auf noch mehr Kreativität der Bürger, weshalb er die Frage öffentlich stellt: Was soll mit dem Pavillon am Kirchplatz geschehen?

Bis vor ein paar Monaten war noch eine Fastfood-Imbiss in dem Gebäude ansässig, davor verschiedene Gastronomiebetriebe. Ursprünglich, 1962, wurde das Bauwerk mit der breiten Fensterfront je zur Hälfte von einem Blumenladen und einem Kioskbetreiber genutzt. Doch mittlerweile sind die Glasscheiben blickdicht beklebt und kein schöner Anblick im Ort, weshalb sich die Lecker Gemeindevertreter schon länger und immer mal wieder mit der Zukunft des Sorgenkinds beschäftigen.

Auch im Bau- und Infrastrukturausschuss wurde das Thema am Dienstagabend erneut diskutiert. Einen „Schandfleck“ nannte Bauamtsleiter Udo Schmäschke vom Amt Südtondern den Pavillon und führte weiter aus: „Es kann nicht sein, dass die Immobilie vor sich hingammelt.“ Der Pavillon sei ein interessantes Objekt an einem zentrumsnahen, hochfrequentierten Ort und müsse aufgewertet werden.

Der 60er-Jahre-Bau entspricht nicht den heutigen energetischen Standards. Fensterscheiben, Dach, Fassade – dringende Sanierungsarbeiten stehen an, um überhaupt noch vermietbar zu sein. Bislang waren die Mieter des Gebäudes auch für die öffentlichen Toiletten im Untergeschoss zuständig, die noch den beklemmenden Charme der 60er Jahre versprühen und nur über Treppenstufen und daher für ältere Bürger oder Menschen mit Behinderungen schwer zu erreichen sind.

Genügend Gründe, das Gebäude abzureißen? „Ob dies der Fall sein oder ob es grundsaniert wird, das muss sich klären“, erklärt Bürgermeister Langbehn. Das weitere Vorgehen hänge von der Nachnutzung ab, sagt er. Wobei die Lösung, den Charakter des Gebäudes zu erhalten, in der Gemeinde bevorzugt werde. „Denn wenn es wiederhergestellt ist, dann kann ich mir bei der Lage schon vorstellen, dass es zum Kleinod wird“, glaubt Langbehn. Ein Vorhaben, das seiner Einschätzungen nach rund 200 000 Euro kosten könnte. 89 000 Euro davon wären eventuell für eine Sanitärzelle vorgesehen, die ebenerdig an das Gebäude angegliedert werden könnte. Die Toiletten kämen bei dieser Variante aus den Kellerräumen heraus und wären leichter zugängig.

Die Gemeinde hat bereits erste Planungen zur Modernisierung in Auftrag gegeben. Gleichzeitig ist sie bemüht, zügig einen Mietinteressenten zu finden. Langbehn: „Denn wenn beispielsweise wieder ein Gastronomiebetrieb in das Gebäude kommt, dann wären ganz andere Baumaßnahmen nötig als für einen Verkaufsladen.“ Generell gelte: „Wir investieren nur in etwas, das sich auch rentiert“, so der Bürgermeister, der bestimmte Vorstellungen von der Nachnutzung hat. „Ich möchte gern etwas haben, das anders ist, als das, was es bereits im Ort gibt.“

Einen Ideenwettbewerb, bei dem die Einwohner Lecks und auch der HGV einbezogen werden, schlug Klaus Schmidt beim Infrastrukturausschusses vor – und traf dabei auf breite Zustimmung, ebenso der Vorschlag, die Bürger auf dem Neujahrsempfang der Gemeinde am Sonntag direkt in das Thema einzubeziehen. „Ich bin mir sicher, dass es für viele Lecker auch einen emotionalen Aspekt hat, dass der Pavillon zu einem Schandfleck verkommt und ihnen die Weiternutzung am Herzen liegt“, fasste Ausschussmitglied Sabine Detert zusammen.

 

Wer Ideen für den Pavillon hat, kann sich beim Nordfriesland Tageblatt (Tel. 04661/9697 1345, E-Mail: redaktion.niebuell@shz.de) oder bei Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn unter der Nummer 04662/ 8181 melden.

 



 

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