Voller Liebe und Hingebung

Die Kinder- und Flötengruppen aus Emmelsbüll-Horsbüll machten mit ihrem Krippenspiel Furore.  Foto: kon
Die Kinder- und Flötengruppen aus Emmelsbüll-Horsbüll machten mit ihrem Krippenspiel Furore. Foto: kon

108 Landfrauen waren von dem Krippenspiel der 16 Kinder restlos begeistert

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06. Dezember 2012, 08:08 Uhr

Niebüll | Birgit Deussing aus Emmelsbüll-Horsbüll hat seit September mit ihren Kinder- und Flötengruppen die biblische Geschichte von der Geburt Jesu einstudiert. Beim Adventsnachmittag der Niebüller Landfrauen in der Stadthalle eroberten sie mit ihrem Spiel alle 108 Herzen der Frauen im Sturm. 16 Kinder im Alter zwischen 5 und 11 Jahren waren an der Vorführung beteiligt.

"Als die beiden Kinder, Maria umarmt von Josef, auf der Bühne umherliefen und eine Bleibe suchten, kamen mir die Tränen", gab Martina Winter zu. Ingeline Martensen als Maria und Milena Nivermann als Josef zählen gerade mal sechs beziehungsweise sieben Lenze und spielten ihre Rollen doch so hingebungsvoll, wie es Erwachsene kaum besser hätten machen können. Ihre Kostüme waren authentisch und mit ganz viel Liebe und Sorgfalt kreiert worden. Es war einfach nur schön.

Doch auch die übrigen Kinder spielten ihre Rollen mit einer unglaublichen Spielfreude und Präsenz, auch wenn der Text manchmal hakte und Birgit Deussing den Mädchen und Jungen hilfreich zur Seite eilen musste. Es war schließlich der erste Auftritt der Kinder mit diesem Stück, in dem es um einen kleinen Stern geht, der nach und nach seine Leuchtkraft verliert. Gespielt wurde er von Hannah Petersen. Die beiden Mitsterne, Lea Fries und Alina Frey, bringen ihren kleinen Freund zu Orion, dem Professor für Alleswisserei. Der meint, dass der kleine Stern seine Leuchtkraft nur wiederfinden kann, wenn er auf der Erde einen vor Glück strahlenden Menschen trifft.

Der kleine Stern wird schwächer und schwächer. Doch da geschieht das Wunder von Bethlehem. Im Stall in einer Herberge wird ein Kind geboren. Wer hätte glücklicher sein können als Maria und Josef, seine Eltern? Auf der Bühne in der Stadthalle tanzen die Hirten vergnügt im Kreis herum und die Engel (Godje Petersen und Miriam Hagedorn) singen mit hellen Kinderstimmen.

Es war eine reine Freude, ihnen zuzuschauen und zuzuhören. Glücklich schließt Josef sein Kind in die Arme. Der kleine Stern strahlt über beide Ohren. "Ich leuchte für dieses Kind und alle Menschen auf der Erde", sagt er und leuchtet mit den anderen Sternen um die Wette.

"Besser hätten wir nicht eingestimmt werden können in die Adventszeit", erklärte die Vorsitzende des Niebüller Landfrauenvereins, Telse Brodersen, gerührt. Sie dankte den Bezirksdamen Anneliese Horst, Ida Hansen, Elsbeth Jessen, Helene Kressin, Annemarie Peter und Lene Böhme, die die Stadthalle festlich herausgeputzt hatten.

Das Programm enthielt noch weitere Höhepunkte wie den Auftritt des Niebüller Landfrauenchors - unterstützt von einigen Damen des Niebüller Kirchenchors - unter der Leitung von Gesine Lutz. Ihre Liedauswahl war gelungen und stimmte in die Vorweihnachtszeit ein. Martina Winter erinnerte mit einem Gedicht an den Nikolaus, der ja heute seinen großen Auftritt hat.

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