zur Navigation springen

Lecker Haufen-Streit : Volle Hunde-Schietbüdel im Garten: Not mit fremdem Kot

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Ein Ehepaar aus Leck entdeckt 64 Beutel mit Hundeexkrementen im Garten, die vermutlich durch ein Loch in der Hecke geschmissen wurden.

shz.de von
erstellt am 28.Apr.2015 | 08:15 Uhr

Leck | Eine unappetitliche Überraschung entdeckte eine Leckerin in ihrem Garten: 64 schwarze Beutel mit Hundekot fand sie an nur einem Tag eher zufällig auf ihrem Grundstück, vermutlich vom Gehweg durch ein Loch in der Hecke geworfen. „Ich konnte es kaum glauben“, sagt die ältere Dame, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Denn es gibt eine Vorgeschichte, die damit im Zusammenhang stehen könnte: Vor einiger Zeit hatte sie beobachtet, wie ein Mann, der regelmäßig mit seinem Vierbeiner an ihrem Haus vorbei spazieren geht, einen Hundekotbeutel in ihrer Restmülltonne entsorgte. Daraufhin habe sie ihn angesprochen, dass sie das nicht wünsche. „Dann lege ich Ihnen das in Zukunft eben vor die Tür“, habe der Hundebesitzer dreist geantwortet – „und das hat er dann ja wohl auch getan“, vermutet die Leckerin.

Die angrenzenden Gärten sind von niedrigen Einfriedungen eingefasst, nur das Grundstück der Dame umsäumt eine hohe Hecke. Was vor neugierigen Blicken von außen schützt, verhindert allerdings auch, dass die Betroffene oder ihr Mann sehen konnten, wer die Kotbeutel mutwillig auf das Grundstück geworfen hat: „Wir können nichts beweisen.“ Die Lücke in der Hecke habe ihr Mann nach dem unappetitlichen Fund mit festem Draht gesichert. Dieser Schutz sei inzwischen eingedrückt, als habe jemand mit Gewalt versucht, ihn von außen zu entfernen: „Das kann nicht der Wind gewesen sein.“ Sie habe nichts gegen Hunde und ihre Besitzer, stellt die Dame klar. „Aber wer Tiere hält, übernimmt Verantwortung, auch für die Hinterlassenschaften.“ Hundekot einfach auf einem fremden Grundstück zu entsorgen, sei mehr als nur schlechtes Benehmen und kein gutes Zeichen von Mitmenschlichkeit.

Entsorgt wurden die Hundekotbeutel übrigens von Mitarbeitern des Bauhofs, die das Ehepaar um Hilfe bat. „Den Gestank wollte ich nicht in meiner Mülltonne haben.“ Sich dagegen zu verwehren, Müll von Fremden in die eigene Tonne geworfen zu bekommen, ist das Recht eines jeden Bürgers: „Die Dame hat die Restmülltonne für ihren Abfall angemeldet und bietet keinen öffentlichen Entsorgungsbehälter“, sagt Marion Skau von der Abfallwirtschaftsgesellschaft Nordfriesland. Das gelte auch, wenn die Tonnen zur Entleerung an der Straße stünden. In dem Fall der Betroffenen sei es bei dieser Menge von fremden Hundekotbeuteln im Garten ratsam, über eine Anzeige wegen unerlaubter Abfallentsorgung nachzudenken.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen