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Nordfriesland Tageblatt

22. Oktober 2017 | 10:54 Uhr

Visionen für Dagebüll vorgestellt

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Turbulente Sitzung des Handels- und Gewerbevereins / Unternehmer Nis-Richard Richardsen will noch mehr Läden und Wohnungen bauen

Es brummt in Dagebüll: Der Langenhorner Unternehmer Nis-Richard Richardsen hat mit seinen Ferienhäusern und der Ladenzeile das Dorf aus dem Dornröschenschlaf gerissen. Und er hat weitere Ideen. Diese stellte er bei der Jahreshauptversammlung des Handels- und Gewerbevereins (HGV) Dagebüll vor.

In seiner auf Platt gehaltenen Rede gab Richardsen unter dem Titel „Visionen 2020“ bekannt, dass er sich eine kleine Ladenzeile mit Eigentumswohnungen auf dem Gelände vor dem Haus Schimmelreiter vorstellen kann – in Fortsetzung der bereits existierenden Ladenzeile. Die heutigen Einzelhäuser sind im Besitz von Schmidt-Reisen; sie würden abgerissen werden. Richardsen sieht Bedarf an weiteren Attraktionen, wie Wohnmobil- und Campingplatz, Halle und Veranstaltungsräumen.

Bürgermeister Hans-Jürgen Ingwersen wirkte fast erschrocken, er bremste ein wenig, indem er darauf hinwies, dass dies lediglich Visionen seien. „Das sind kreative Ideen, die natürlich in der Gemeindevertretung diskutiert werden. Die Gemeinde hat einen Stadtplaner eingeschaltet, der den Entwicklungsprozess begleitet.“ Ein Gast wies darauf hin, dass man die Dagebüller Anwohner mitnehmen und Wohnraum auch für diese schaffen müsse, um nicht denselben Fehler wie auf Sylt zu begehen. Ingwersen betonte, dass es gerade durch das Ferienhaus-Konzept keine leer stehenden Zweitwohnungen gebe. Viele Zugereiste würden sich ganz bewusst für Dagebüll als Wohnort entscheiden.

Der HGV-Vorsitzende Bernd Jannsen sieht sich mit dem Handels- und Gewerbeverein als Dienstleister: „Wir wollen eine Anlaufstelle sein – und ein Sprachrohr der Gewerbetreibenden.“ Diese meldeten sich in einer lebhaften Debatte zu Wort. Schatzmeister Gerd Neumann beklagte die mangelnde Zusammenarbeit und Abstimmung, beispielsweise mit dem Fremdenverkehrsverein. Zur Biike habe es Veranstaltungen gegeben, die nicht kommuniziert worden seien. Deutsche wie dänische Gäste müssten über Events, Termine (Ebbe und Flut) und Reiseverbindungen auf dem Laufenden gehalten werden. „Es fehlt an einer Internet-Plattform!“ Neumann regte an, sich weiter mit dem HGV Niebüll zu vernetzen. Ein Gastronom aus Dagebüll-Kirche wies darauf hin, dass die Veranstaltungen nicht mehr per Aushang platziert worden seien. Der Vorstand versprach Besserung. „Wir sind allerdings auch auf die aktive Teilnahme der Mitglieder angewiesen“, spielte der erste Vorsitzende den Ball zurück.

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