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40 Jahre Erlebnisbad Leck : Viereinhalb Millionen Badegäste

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Das Erlebnisbad Leck feiert 40. Geburtstag / Die beliebte Einrichtung schreibt noch immer rote Zahlen / Rund 4,5 Millionen Besucher in 40 Jahren

„Eine ganze Gemeinde steht zum Erlebnisbad, es wird von vielen Ideen und Konzepten getragen“, rühmte Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn. Dass die Einrichtung jetzt ihren 40. Geburtstag feiern könne, sei den Menschen in der Region und nicht zuletzt der Politik zu verdanken, die die Mittel bereitgestellt hat. „Wir sollen weiterhin frohen Mut haben, dieses Bad zu erhalten, denn seine Attraktivität sucht seinesgleichen.“

Viele waren gekommen zur offiziellen Geburtstagsfeier: Geschäftsleitung, Politiker, ehemalige und aktive Mitarbeiter, Freunde. Rüdiger van de Bergh, 36 Jahre lang MTV-Schwimmtrainer, reihte sich ebenso ein wie die beiden Damen der ersten Stunde: Kassiererin Annegreth Paulsen und Reinigungskraft Karla Mrowka. „Was 40 Jahre Bestand bewiesen hat, muss seinerzeit eine gute Entscheidung gewesen sein“, meinte Rüdiger Wiese, Geschäftsführer der Gemeindewerke Leck als Badbetreiber. Geblieben sei das Schwimmbecken als Kernstück und die Gebäudehülle, führte er vor Augen und erinnerte an den Umbau des Schwimmbades zum Erlebnisbad, an energetische Sanierungen, Erneuerung der Technik und vieles mehr. Wiese verhehlte nicht die problematische Kostensituation: „Das Bad braucht Wasser, Wärme und Strom und diese drei Elemente sind deutlich teurer geworden“. Er habe immer Verständnis bei den Gemeindevertretern gefunden, aber „Wir brauchen noch mehr Besucher!“ Insbesondere bei den Jugendlichen stehe das Schwimmbad nicht mehr an erster Stelle, bedauerte Rüdiger Wiese und listete andere „Ablenkungsgeschichten“ auf. Beeindruckend blieb aber sein Zahlenwerk: in 40 Jahren begehrten 4,5 Millionen Besucher Einlass, davon wurden 1,1 Millionen Kinder gezählt. „Davon haben eine ganze Menge hier das Schwimmen erlernt.“

Das Erlebnisbad sein kein „Lecker Bad“, betonten alle Redner. Es sei wichtig für die ganze Region und müsse deshalb von allen getragen werden. Das Engagement vieler stellte Bürgervorsteher Andreas Deidert heraus und dankte für Einsatz und Treue: dem freundlichen, kompetenten, elfköpfigen Team des Bades, den Vereinen, Schulen, der Politik, dem Förderverein und nicht zuletzt den Besuchern, die das Bad zur Entspannung, zum Spaß, zur Fitness, zum Sport nutzen. „Ich bin stolz, dass wir in unserer Region so eine breite Unterstützung für unser Erlebnisbad haben – obwohl da bestimmt noch Steigerungspotential ist“, sagte Deidert in aller Deutlichkeit.

Ein Riesen-Geschenk hatte Sabine Detert zum Geburtstag mitgebracht. Die Vorsitzende des Fördervereins enthüllte einen quietschegelben „Erlebnisberg“ im Wert von 1 400 Euro. Das passte gut, denn der alte Kletterberg war just nicht mehr zu gebrauchen. Detert ist selbst seit Eröffnung des Bades der Einrichtung verbunden geblieben und setzt sich seit vier Jahren mit dem Förderverein als Impulsgeber, finanziell und personell für den Erhalt des Erlebnisbades ein. Schließlich gratulierte Amtsvorsteher Peter Enewaldsen zum runden Geburtstag. „Ich muss zugeben, dass dieses Bad schicker ist als das in Niebüll“, räumte er ein, klärte aber auch auf: „Damals war Leck ein Garnisonsort mit vielen Soldaten. Ohne die Bundeswehr wäre das Schwimmbad nie gebaut worden“.

Der Feierstunde mit Reden, Umschauen, Kartoffelsalat und Würstchen waren turbulente Stunden vorausgegangen. Am Nachmittag vergnügten sich gut 100 Kinder und etliche Erwachsene bei nassen Spielen. Highlight war das „Kino auf dem Wasser“. Ungezählte Badeinseln boten dem Nachwuchs Platz, als der von ihnen gewählte Film „Die Eiskönigin“ über die Leinwand flimmerte.

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erstellt am 27.Okt.2014 | 05:00 Uhr

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