Jugend musiziert : Vier Hände auf Erfolgskurs

Gemeinsam bringt Musik noch mehr Spaß: Anastasia Höhrmann und Julia Cao freuen sich über ihren Erfolg.
Gemeinsam bringt Musik noch mehr Spaß: Anastasia Höhrmann und Julia Cao freuen sich über ihren Erfolg.

„Ja, hat ganz gut geklappt“: Beim Regionalwettbewerb belegten Anastasia Höhrmann und Julia Cao aus Niebüll Platz eins.

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17. Februar 2018, 12:00 Uhr

Niebüll | Zwei junge Niebüllerinnen begeistern die Fachwelt mit ihrem vierhändigen Pianospiel: Beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ belegten Anastasia Höhrmann und Julia Cao mit 24 Punkten Platz 1. Ihr „Libertango h-moll“ von Astor Piazolla riss im Bürgersaal des Kreishauses in Schleswig alle von den Stühlen. „Ja, hat ganz gut geklappt“, meinen die beiden 14-jährigen FPS-Schülerinnen augenzwinkernd im Rückblick.

Aufgeregt waren die beiden Musikerinnen zunächst nicht: „Doch als es angesichts der vielen Zuschauer losging, war ich nervös“, bekannte Julia Cao. Vorausgegangen war ein monatelanges Üben. „Nach den Sommerferien haben wir angefangen, vier bis fünf Mal in der Woche zu proben“, erläutert Anastasia Höhrmann. Der Weg zu Proberäumlichkeiten ist nicht weit, denn ihre Mutter ist Klavierlehrerin. Das schneeweiße Piano steht in der Nähe – praktischerweise direkt neben dem Bett. Und auch Julia Cao, deren Lehrerin Constance Vogel ist, wohnt nur wenige Meter entfernt von ihr, einmal über die Straße.

Der Proben-Rhythmus erhöhte sich im Herbst auf tägliches Üben – ein bis zwei Stunden. Mit dem „Ungarischen Tanz“ von Johannes Brahms und einer Sonate in G-Dur „Allegro espressivo“ von André George Louis Onslow war das Programm anspruchsvoll – und sollte mindestens 15 Minuten lang sein. „Die Sonate fand ich besonders schwierig“, meint Anastasia Höhrmann. „Viele Läufe, ein hohes Tempo, schnelle Wechsel.“ Gleichwohl gefällt ihr der Komponist, weil in dem Stück „verschiedene Charaktere“ sichtbar und hörbar werden. Doch auch der Tango begeistert sie.

Julia Cao glänzte in der Vergangenheit schon bei verschiedenden Auftritten, belegte als Solistin in Landeswettbewerben vordere Plätze. Doch gemeinsam bringt es mehr Spaß. Die Musikauffassung stimmt bei beiden überein – die Jury hatte das Gefühl, „dass eine Person spielt.“

Daraus kann noch mehr werden: Denn die Zusammenarbeit hat erst vor drei Jahren begonnen. Schon 2015 belegten sie den ersten Platz beim Regionalwettbewerb, wurden Dritte beim Landeswettbewerb. Nach einer Pause wollen sie jetzt richtig durchstarten, ein Programm erarbeiten. Klassik bleibt dabei das Thema Nummer 1. „Damit sind wir aufgewachsen und wollen vorerst dabei bleiben“, sagt Julia Cao ganz entschieden.

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