Viel Lärm um Hunde-Kot

Der Bürgermeister der Gemeinde Humptrup erinnert die Halter der Vierbeiner an ihre Pflichten

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21. März 2014, 15:23 Uhr

Die zunehmende Verunreinigung von Straßen, Wegen, Bürgersteigen und Banketten durch Hunde-Kot war Thema bei der Sitzung der Humptruper Gemeindevertreter. Bürgermeister Erich Johannsen berichtete von zahlreichen Beschwerden, die bei ihm von Anwohnern eingegangen sind. Eine Bürgerin äußerte sich diesbezüglich ebenfalls in der Einwohnerfragestunde.

„Die Hundehalter sind gesetzlich dazu verpflichtet, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zu beseitigen“, so der Bürgermeister unmissverständlich. Weiter empfahl er den Anwohnern, immer zuerst das persönlich Gespräch mit den Hundehaltern zu suchen. Sollte das nicht fruchten, könnte das Ordnungsamt eingeschaltet werden. Erich Johannsen appellierte zudem an seine Hunde haltenden Mitbürger, ihre Vierbeiner gemäß der geltenden Hundesatzung auch anzumelden, da sonst ebenfalls das Ordnungsamt eingeschaltet werden müsste.

Weiter teilte der Bürgermeister mit, dass Humptrup zusammen mit den Nachbargemeinden Süderlügum und Ellhöft derzeit im Gespräch mit der Kirchengemeinde Süderlügum/Humptrup über eine Kofinanzierung bezüglich der Friedhöfe steht. Aktuell ist aber noch kein finanzieller Deckungsbedarf vorhanden.

Karl-Heinz Peters von Bau-, Umwelt- und Wegeausschuss informierte über Beratungen zu einem eventuellen Verkauf des Humptruper Waldes, der dann zu gegebener Zeit von der Gemeindevertretung zu beschließen wäre.

In der Einwohnerfragestunde monierte ein Bürger die drastische Erhöhung der Gemeindesteuern. Dazu Bürgermeister Johannsen: „Auch wir bedauern diese Steuererhöhungen, sind aber dazu gezwungen, da wir auf eine Bedarfsgemeinde hinsteuern.“ Unterstützung erfuhr er vom Vorsitzenden des Haupt- und Finanzausschusses Asmus Thomsen, der betonte in 2014 keinen Haushaltsausgleich zu Stande zu bekommen. Die Gemeinde verfügt über wenig Gewerbesteuereinkommen, deshalb sind die Schlüsselzuweisungen die Haupteinnahmequelle, so Thomsen. Hohe Umlagen, insbesondere für Schulen und Kindergärten, belasten das Gemeindesäckel. „Aber unter unseren rund 740 Einwohnern haben wir viele Kinder im Dorf, und das ist auch erfreulich“, gewann Asmus Thomsen allem etwas Positives ab.

Die von einer Einwohnerin befürchtete Schließung des Waldweges bezeichneten die Gemeindevertreter als Gerücht, da es sich um eine öffentlichen Weg handelt. Einstimmig genehmigt wurde die 6. Änderung des Flächennutzungsplanes und den Bebauungsplan Nr. 5. Hierdurch sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Ausweisung einer Wohnbaufläche an der Kjerstraße geschaffen werden. Der schon länger beim Innenministerium eingereichte Bauleitplan sollte noch um ein Geruchsgutachten erweitert werden. Dieses liegt nun vor und ergibt keine Bedenken, so dass dem Neubau von Wohnhäusern östlich der Kjerstraße und nördlich der Straße Süderwang nichts im Wege stehen dürfte.

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