Tierschutz : Viel erreicht – aber noch viel zu tun

Spende für die Inneneinrichtung: Christian Sinn (NOSPA) mit  den Vorsitzenden Anika Ramsauer und Natalie Martens.
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Spende für die Inneneinrichtung: Christian Sinn (NOSPA) mit den Vorsitzenden Anika Ramsauer und Natalie Martens.

Der erste, fertiggestellte Bereich der Tierauffangstation in Klixbüll wird am 9. August während eines Hoffestes vorgestellt

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25. Juni 2014, 06:00 Uhr

Die neue Tierauffangstation für Katzen ist einsatzbereit. Ihren Sitz hat die Einrichtung des „Tierschutz Niebüll und Umgebung“ in Klixbüll (Hauptstraße 19). Im Jahre 2009 erwarben Kassenwartin Frauke Matthiesen und ihr Mann den Bauernhof, 2010 ging der Bauantrag auf den Weg. Bei den Planungen war Architekt und Tierfreund Eckhard Spaude dem Verein behilflich. „Im März 2013 wurden die Gelder von der Aktiv-Region bewilligt mit der Auflage, bis Ende Oktober die Abrechnung vorzulegen“, erläutert Frauke Matthiesen. Ein enger Zeitrahmen. Dennoch: Die Aufträge wurden ausgeschrieben, an Handwerker vergeben. Entstanden sind ein Quarantäne-Bereich, zwei Räume für Katzen und sanitäre Anlagen.

Verbaut wurden für den ersten Abschnitt, er umfasst 60 Quadratmeter, insgesamt 54 733,24 Euro. Gesichert wurde die Finanzierung durch 20 697,44 Euro von der Aktiv-Region Nord, die Bingo-Lotterie gab 9 195,19 Euro dazu, aus Spenden flossen 4 000 Euro in das Projekt, die Höhe der Eigenmittel betrug 20 840,61 Euro. Außerhalb dieser Finanzierung spendete die Nord-Ostsee-Sparkasse 2950 Euro für die Inneneinrichtung. Christian Sinn, Filialbereichsleiter der NOSPA in Niebüll, brachte den Scheck vorbei, sah sich die Arbeiten und das angeschaffte Mobiliar an, wozu auch zwei Küchenzeilen und ein Trockner gehören.

Die Aufnahmekapazitäten der Auffangstation, Unterbringung erfolgt nach vorheriger Absprache und Anmeldung, sind noch begrenzt. Wenn die Tiere sich vertragen, ist in den Räumen durchaus Platz für bis zu zehn Katzen, sind sie sich nicht „grün“, dann nur für zwei. Kassenwartin Frauke Matthiesen: „Wir sind froh, dass wir hier arbeiten können.“ Die nächsten „Gäste“ stehen quasi schon vor der Tür. „In zwei Wochen werden wir eine Katzenmutter mit vier Kindern aufnehmen.“

Hunde werden hier übrigens nur als Notaufnahme kurzfristig untergebracht. Das unterscheidet die Einrichtung von einem Tierheim. „Sie sind auch meistens schnell wieder bei ihren Besitzern“, erklärt Frauke Matthiesen. Dabei hilft auch die Facebook-Seite, Suchbegriff „Tierschutz Niebüll und Umgebung“, im Internet. „Hier können User selber Fotos von aufgefundenen Tieren posten.“

Eigentlich wäre jetzt der zweite Bauabschnitt an der Reihe. In dem ehemaligen Schweine- und Rinderstall sollen auf einer Fläche von etwa 120 Quadratmetern vier Zwinger, davon drei mit Außenbereichen, entstehen. Gedacht sind die Unterkünfte für die längerfristige Unterbringung von Katzen. „Denn sie sind das eigentliche Problem in Südtondern“, sagt Frauke Matthiesen. „Aber das ist Zukunftsmusik.“ Denn es fehlen die Mittel, genauer gesagt etwa 150 000 Euro. „Hier muss noch viel passieren.“ Das gilt sowohl in finanzieller Hinsicht als auch in baulicher. Um die Bestimmungen einzuhalten, muss die Decke höher, sprich der Fußboden abgesenkt werden. Weiterhin hofft der Verein auf weitere Fördermöglichkeiten und Spenden, um seine Pläne möglichst rasch in die Tat umsetzen zu können.

Der Verein „Tierschutz Niebüll und Umgebung“ wurde am 27. März 2004 gegründet, feiert sein zehnjähriges Bestehen am Sonnabend, 9. August, 10 bis 16 Uhr, mit einem Hoffest. Neben der Chance zur Besichtigung gibt es einen Flohmarkt, eine Tombola (Stiftungspreise erbittet Natalie Martens, 04663/1893886), Infostände von befreundeten Vereinen. Hundetrainerin Katy Meyer aus Braderup ist ebenfalls zu Gast.

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