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Bücherei-Bilanz : Viel Appetit auf neuen Lesestoff

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Entleihziffer der Stadtbücherei Niebüll ist 2013 wieder angestiegen. Elektronische Bücher werden immer beliebter: Onleihe startet im Frühjahr.

shz.de von
erstellt am 03.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Die Stadtbücherei Niebüll meldet ein erfolgreiches Jahr 2013 – und eine Reihe von Neuheiten. Neu ist, dass das „E-Book“ als neues Medium immer mehr Anhänger findet und dass die „Onleihe“ als neue Form des Ausleihgeschäfts startet. Neu ist auch, dass sich die Entleihziffer der Bücherei nach einem leichten Knick 2012 erholt hat und wieder angestiegen ist. Und wem es entgangen sein sollte: Die Niebüller Stadtbücherei befindet sich seit 25 Jahren an ihrem Standort in der Stadtmitte.

Gegenüber dem Jahr 2012 ist die Entleihziffer um 2000 auf 181 000 Medien angestiegen und nähert sich dem Höchststand von 2011 mit 184 000 Medien. „Unter den Neuerungen hat das E-Book an Beliebtheit zugenommen“, berichtet Büchereileiter Ronald Steiner.

Zurzeit verfügt die Bücherei über neun so genannte Reader, von denen jeder 16 Mal ausgeliehen wurde. Unter „E-Reader“ ist ein Gerät für elektronische Bücher zu verstehen, die nicht auf Papier gedruckt sind. Dieses Angebot geht jetzt in die „Onleihe“ über, bei der der Leser Bücher rund um die Uhr ausleihen (wir berichteten) und auf seinen PC daheim aufladen kann. Diese Möglichkeit gibt es schon jetzt. Sie startet jedoch erst zum Frühjahr voll durch.

Gut halten sich im Medienbestand Konsolenspiele, Zeitschriften, Hörbücher, Spiele und sogar Bilder, die man für drei Monate entleihen kann. Die Stadtbücherei zählt nach wie vor etwa 3000 Leser. 49 Prozent von ihnen sind Niebüller. Von den 51 Prozent der auswärtigen Leser kommt der größte Teil aus Risum-Lindholm. Anders herum: an Niebüller Büchereikunden wurden 90 000 Medien ausgeliehen, an Risum-Lindholmer 26 800.

Die Stadtbücherei war 2013 an 246 Tagen und wöchentlich je 298 Stunden dienstbereit und mit je zwei Voll- und Teilzeitkräften besetzt. Über ihre eigentlichen Aufgaben hinaus war die Bücherei Ort kultureller Veranstaltungen – beim Hauptstraßenvergnügen, mit vier Ausstellungen, Lesungen, einem Kindertheater und als „Taschen-Shop“ sowie bei einer „Wii-Party“ für Kinder.

Das Buch ist nach wie vor Medium Nummer eins geblieben. Die Bestsellerliste der Bücherei deckt sich in etwa mit der des „Spiegel“. In der Sparte Belletristik hielten sich „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster sprang…“ und „Die Analphabetin, die rechnen konnte“ (beide von Jonas Jonasson), Tim Vermes’ „Er ist wieder da“ sowie Jussi Adler-Olsens Bestseller in der Spitzengruppe. Attila Hildmanns Sachbuch „Vegan For Fit“ interessierte vor allem die Veganer. Thomas Jaenisch informierte, wie „Myboshi-Mützen“ entstehen. Und aus der Kinder- und Jugendecke wurde häufig zu Jeff Kinneys „Gregs Tagebuch“ gegriffen.

Nach kurzer Pause ist die Bücher seit gestern wieder geöffnet. Wie gewohnt war am ersten Tag des neuen Jahres eine Menge los – und der Appetit auf neuen Lesestoff riesengroß.

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