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Nordfriesland Tageblatt

20. Oktober 2017 | 14:51 Uhr

VHS im Aufschwung

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Unterrichtseinheiten der Niebüller Volkshochschule konnten im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt werden

von
erstellt am 22.Mai.2014 | 11:31 Uhr

Niebülls Schüler sind enorm bildungshungrig – wie die Bürger der Stadt. Auf diesen Nenner kann man die Jahresmitgliederversammlung der VHS im Schulzentrum bringen.

Das traditionelle Kursgeschäft der Volkshochschule hatte sich im abgelaufenen Jahr wegen des zweimaligen Umzuges der Geschäftsstelle und auch wegen der veralteten Technik des Medienraumes leicht rückläufig entwickelt. Diese Probleme sind mit den neuen Geschäftsräumen und der Ausstattung des Medienraums mit neuer Computertechnik beseitigt. „Wir haben mit 824 Teilnehmern einen neuen Höchststand erreicht. Und auch das übliche Kursprogramm wurde erheblich erweitert“, teilte Geschäftsführer Gerd Heide mit. Im Fokus stehen Vorträge, Workshops, Malkreise, Sprachkurse, aber auch Kochkurse. Die Unterrichtseinheiten wurden im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt.

Seit Februar 2011 ist die VHS auch Organisator der Offenen Ganztagsschule, und so hat sich das Kerngeschäft erheblich erweitert: Die VHS bietet den 1200 Schülern des Friedrich-Paulsen-Gymnasiums und den rund 800 Schülern der Regionalschule Niebüll im Rahmen der OGS Kurse aus allen Bereichen.

„Das Ziel der Volkshochschule Niebüll ist es weiterhin, der Bevölkerung der Stadt Niebüll und des angrenzenden Umlandes ein möglichst breites Weiterbildungsangebot zu machen. Wir freuen uns, dass unser Verein wächst und von 118 Mitgliedern gefördert wird“, so der Vorsitzende Peter Schipper. Sein Dank ging an die ehrenamtlich tätigen Mitglieder des Vorstandes, besonders an Hilde Jacobi-Degen, die mit viel Einsatz die Sinfoniekonzertfahrten nach Flensburg betreut, aber auch an die Pädagogische Mitarbeiterin Ira Rabe-Bodenhagen und an den Geschäftsführer Gerd Heide.

Integration ist ein bedeutsamer VHS-Schwerpunkt: Erst die Grundbildung ermögliche es, an der Gesellschaft teilzunehmen, sich zu qualifizieren und Selbstwertgefühl zu entwickeln. Dabei ist das Erlernen und Beherrschen der Sprache der erste Schritt. So gibt es Deutschkurse für erwachsene ausländische Mitbürger, schulpflichtige jugendliche Migranten der Regionalschule und schließlich spezielle Deutschkurse für die Flüchtlinge der DRK-Gemeinschaftsunterkunft. „Ein einzigartiges Integrationsmodell“, betonte Gerd Heide.

In einem Grußwort betonte der stellvertretende Bürgermeister Bernd Neumann, dass das gemeinsame Projekt zum „Bildungsstandort Niebüll“ vorangebracht werden soll. Ein Ergebnis der bisherigen Arbeit sei die inzwischen erfolgte Einrichtung eines Kinder- und Jugendbeirates. An den Projekten „Bildungsfond“ und „Bürgerstiftung“ werde weiter gearbeitet. „Die Volkshochschule Niebüll ist für die Projektarbeit zum Bildungsstandort Niebüll ein wichtiger Partner“.

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