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Plattdeutsches theater : Verwechslung mit Spaßgarantie

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

130 Besucher genossen die niederdeutsche Komödie „Fru Meyer ward verlangt“ im Andersen-Haus. Weitere Vorstellungen gibt es im März.

Wenn drei Frauen in einer Familie beziehungsweise Wohngemeinschaft den gleichen Vor- und Nachnamen haben, dann kann das zu ungeahnten Verwechslungen führen. Fred Redmann hat sie in seiner Komödie „Fru Meyer ward verlangt“, einem Zweiakter, in niederdeutscher Sprache zu Papier gebracht. Auf der Bühne präsentiert wurde das ganze Theater von der „Laienspielgruppe Goldebek“, die im Andersen-Haus gastierte. Dass die Gruppe gut ist, hat sich mittlerweile längst herumgesprochen, denn die Darsteller waren nicht zum ersten Mal in Klockries. Eine drangvolle Enge im Haus zeugte von ihrer Beliebtheit. 130 Besucher mussten untergebracht werden, zunächst im ehemaligen Stall zum Kaffeetrinken und anschließend in der Scheune. Drei Gongschläge wurde dann der Blick endlich frei auf das Bühnenbild.

Sabine Meyer und ihre gleichnamige Untermieterin Sabine Meyer, genannt Binchen (gespielt von Marina Andresen), befinden sich in der Küche des Hauses Meyer im Dialog. Das gut aussehende junge Mädchen, das seine Eltern verloren hat und von dem kinderlosen Ehepaar Sabine (Tanja Petersen) und Wilfried Meyer (Holger Hansen) wie eine Tochter behandelt wird, ist auf dem Weg zu einem Casting in Hamburg. Binchen träumt von einer Model-Karriere. Hinderlich ist nur ihr eifersüchtiger Verlobter Kai (Marten Christiansen), der eine Laufsteg-Präsenz seiner Braut kategorisch ablehnt. Kais Schwester Hilde (Dörte Brummund) wittert eine gute Partie für ihren Bruder und spornt ihn fleißig an, seine Verlobte so schnell wie möglich zu heiraten.

Szenenwechsel: Das Mädel verlässt die Bühne, und Fotograf Berno Müggenborg (Martin Andresen) erscheint. Damit nimmt das Verhängnis seinen Lauf.

Vermieterin Sabine Meyer verstrickt sich immer tiefer in Ausreden und Lügen, um Binchens eifersüchtigen Verlobten bei Laune zu halten. Zunächst gibt sie sich als das Model in spe aus, von dem der Fotograf Fotos in Dessous machen will, was ihr aber gar nicht behagt. Dem Verlobten Kai, der vom Casting nichts erfahren soll, erzählt sie, Binchen sei zur Beerdigung ihrer Erbtante nach Buxtehude gefahren. Die jedoch steht plötzlich sehr lebendig auf der Matte und heißt auch Sabine Mayer (Anja Ludolphi), allerdings Mayer mit „Y“. Der Fotograf blickt nicht mehr durch. Wen soll er nun eigentlich fotografieren?

Damit ihr Mann nicht eifersüchtig wird, versteckt Vermieterin Sabine Meyer inzwischen die Dessous in der von Wilfried erfundenen Konfetti-Maschine, mit der er in seiner Scherzartikel-Firma befördert werden will. Außerdem erfindet sie eine Reise in den Schwarzwald, um die Tante loszuwerden. Das Tantchen entpuppt sich aber als Karriere geiler Vamp und schmeißt sich an den Fotografen ran. Sabines Lügengebäude fällt nach und nach in sich zusammen. Das Ende gestaltet sich unerwartet – und wird nicht verraten.

Wer die Komödie sehen möchte, hat dazu noch zwei Mal im März die Gelegenheit, und zwar am Freitag, 7. März, 20 Uhr, sowie am Sonntag, 9. März, 16 Uhr.

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erstellt am 10.Feb.2014 | 11:25 Uhr

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