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Vergabekriterien für das Baugebiet: Selbstnutzer sind im Vorteil

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

von
erstellt am 21.Sep.2013 | 00:36 Uhr

Selten aber möglich: Vom nichtöffentlichen in den öffentlichen Teil wurde während der Stadtvertretersitzung der Tagesordungspunkt 17 geholt. Dabei ging es um die Vergabekriterien für das Baugebiet 57 (südlich des Haferweges, östlich des Weidenweges und nördlich des Risumer Weges). Der B-Plan liegt bereits seit einiger Zeit aus, so die Vortragende Bettina Fritzsche (CDU). Das Interesse sei groß. Genaueres zu den Preisen könne man erst sagen, sobald die Kosten für die Erschließung der 95 Bauplätze feststünden.

Beim Verkauf der Grundstücke im Bereich des Baugebietes Nr. 57 werden die Interessenten in folgender Reihenfolge berücksichtigt: 1. Bewerber, die soziale Gründe benennen, die von der Stadt Niebüll im Einzelfall anerkannt werden; 2. Bewerber, die zur Zeit zur Miete wohnen und ein ausschließlich eigen genutztes Haus bauen wollen; 3. Bewerber, die zur Zeit zur Miete wohnen und (beim Bau eines Doppel- oder Mehrfamilienhauses) eine der möglichen Wohneinheiten selbst bewohnen werden; 4. Bewerber, die bereits Eigentum besitzen, das zu bauende Haus aber selbst bewohnen werden. Innerhalb der Bewerbergruppen 1 – 4 werden die Bewerber vorrangig berücksichtigt, die die meisten Kinder im Haushalt haben; gibt es auch nach dieser Aufteilung mehrere Bewerber für ein Grundstück ist der Zeitpunkt der Eintragung in die Interessentenliste entscheidend.

Ausgeklammert werden vorerst jene Interessenten, die in dem neuen Baugebiet ein Haus bauen möchten, um es anschließend zu vermieten oder zu verkaufen. „Es gibt nur begrenzten Baugrund“, nannte Bettina Fritzsche als Grund. Sollten jedoch später Bauplätze übrig bleiben, könne man auch auf diese Bewerbergruppe zurückkommen.

Erika Spaude (SPD) gab bekannt, sie wolle zwar für diese Regelung stimmen, „Aber dennoch ist es nicht ganz in Ordnung“. Es sollten auch Grundstücke für Häuser zur Verfügung gestellt werden, die vermietet oder verkauft werden, so ihre Anregung. „Es gibt ja auch Leute, die nur mieten wollen oder können.“ Bürgermeister Wilfried Bockholt verwies auf die dritte Gruppe, bei der gegebenenfalls eine Haushälfte vermietet werden könne: „Wer kann schon zwei Hälften bewohnen.“ Aus den Reihen der Versammelten wurde die Befürchtung laut, potenzielle Investoren könnten die Geduld verlieren und sich nach Süderlügum oder Risum-Lindholm orientieren. „Pech“, kommentierte ein anderer Stadtvertreter.

Einstimmig fiel auch das Votum für Manfred Steffens aus. Seit dem 6. Oktober 2011 setzt sich der Niebüller ehrenamtlich als Beauftragter für Menschen mit Behinderungen für deren Interessen bei der Stadt ein. Bürgervorsteher Uwe Christiansen gratulierte als erster und lobte die hervorragende Zusammenarbeit mit Manfred Steffens. Dieser versprach, umgehend einen Tätigkeitsbericht nachzuliefern.


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