DRK-Gemeinschaftsunterkunft : Vereint beim Abschlussfest

Mama Katibe und Töchterchen Medina (1)  freuen sich auf die Bescherung. Foto: Dieter Wrege
Mama Katibe und Töchterchen Medina (1) freuen sich auf die Bescherung. Foto: Dieter Wrege

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23. Dezember 2009, 09:55 Uhr

Niebüll | Wenn in der Niebüller DRK-Gemeinschaftsunterkunft im alten Krankenhaus Heiligabend ist, steht nicht in jedem Zimmer ein Tannenbaum. Die dort lebenden Menschen sind nur zum Teil Christen. Mit Rücksicht auf die Moslems in der Unterkunft hat der Leiter Udo Ebsen die Weihnachtsfeier, die zum 23. Mal begangen wurde, "Jahresabschlussfest" genannt. So feierten Ali (9), Medina (1), Magomed (8) und deren Eltern mit all den anderen und den Gästen vom Kreis Nordfriesland, aus Leck und Niebüll sowie vom DRK in gemütlicher Runde. Die Kaffeetafel wurde mit externer Hilfe (unter anderem von Internationalen Runden Tisch) und viel Liebe gedeckt, der Gabentisch dank etlicher Spenden und Hilfen.
Dank an alle Helfer
In der Gemeinschaftsunterkunft wohnen zurzeit 40 Asylbewerber aus neun Nationen, etwa je zur Hälfte Christen und Moslems, unter ihnen acht Kinder im Alter von acht Monaten bis zu zehn Jahren. In den Fokus seiner Begrüßung stellte Einrichtungsleiter Udo Ebsen den Dank an alle, die der DRK-Unterkunft materielle und ideelle Hilfen zuteil werden ließen: vom 1000-Euro-Scheck der VR-Bank bis zur Sprachenhilfe durch die Stadt, von dem nachbarschaftlichen Dolmetscher-Angebot bis zu Rat & Tat vom DRK, von einer Bettwäsche-Spende der Firma Knutzen bis hin zu vielen, wiederkehrenden und unkomplizierten Hilfen vielfältiger Art.
Viele gemeinsame Aktionen gestartet
Ebsen listete eine Reihe von Aktivitäten auf, die die Unterkunft in Bewegung hielten - jede für sich eine willkommene Abwechslung, wenn nicht sogar ein Höhepunkt. Das waren die monatlichen Treffs des Runden Tisches, das Sommerfest, die Aktion "Gut drauf" bei der Jugendherberge oder die Konfirmandentreffs mit den Ladelundern und Karlumern.
Grüße vom Landrat
Malte Hansen (Kommunalaufsicht des Kreises) überbrachte der Unterkunft einen Spendenscheck von Landrat Dieter Harrsen. "Ich versichere, dass Sie uns in der Stadt willkommen sind", rief Bürgervorsteher Uwe Christiansen den Asylbewerbern zu. Sein Amtskollege Rüdiger Skule Langbehn aus Leck übermittelte den Bewohnern der Unterkunft gute Wünsche.

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