Neujahrsempfang : Veränderungen als Chance

Gestriger Höhepunkt des Neujahrsempfangs: Show-Act der Tanzschule Liebenow.
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Gestriger Höhepunkt des Neujahrsempfangs: Show-Act der Tanzschule Liebenow.

Einen Blick in die Zukunft wagte der HGV Süderlügum-Humptrup gestern beim Neujahrsempfang in der Mehrzweckhalle.

shz.de von
12. Januar 2015, 08:15 Uhr

Ein buntes Programm hatte der Handels- und Gewerbeverein (HGV) Süderlügum-Humptrup unter der Leitung der beiden Chef-Organisatoren Piet Jessen und Manni Dickert wieder zur 26. Auflage ihres Neujahrsempfangs in der Mehrzweckhalle auf die Beine gestellt. So sagte HGV-Vorsitzender Hauke Hinrichsen in seiner Begrüßung der gut 300 Besucher auch: „Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut, um heute wieder die ganze Familie von Jung und Alt zu unterhalten.“ Dazu gehörte auch eine Hüpfburg sowie eine Schmink- und Spielecke für die Kleinen. Der hübsche Blumenschmuck auf den Tischen war von Dieter Schmidt gespendet worden. Hauke Hinrichsen sprach einen Dank an seine Mitstreiter und die Gemeinden für die Unterstützung sowie an die Kameraden der Braderuper Feuerwehr für die Brandwache aus. Traditionsgemäß beginnt das Treffen mit einem Familiengottesdienst, gehalten von Pastor Mathias Corves mit musikalischer Begleitung vom Bläser Ensemble „Quer Blech“ aus Flensburg.

Die Neujahrsansprache wurde in diesem Jahr nicht von einem Bürgermeister gehalten, sondern vom Geschäftsführer des neuen Bürgerwindparks Süderlügum, Reinhard Christiansen. Wie schon Pastor Corves in seiner Predigt ging auch Christiansen auf den derzeitig zu spürenden Klimawandel ein. Er befürchtet, dass die Flachlandgebiete weltweit, zu der auch unsere Küstenregion gehört, unweigerlich ständig unter Wasser stehen werden. Deshalb bekannte Christiansen sich zu der Gruppe der Landschaftsveränderer, die seit gut zwei Jahrzehnten die Initiative ergriffen hatte, um klimaschonend Strom zu erzeugen. Die Akzeptanz für entsprechende Projekte durch die Anwohner erfolgt in erster Linie, wenn diese mit eingebunden und direkt beteiligt sind. An die Kritiker gewandt sagte er: „Natur- und Landschaftsschützer sollten unbedingt bedenken, dass die Windpark-Projekte die größten Beitragszahler für Naturschutzmaßnahmen sind. Wir Macher ermöglichen den Land Schleswig-Holstein, durch Zahlung der Landschaftsbildabgabe und durch Ausweisung von Ökoflächen wirklich sinnvollen Naturschutz zu betreiben.“ Weiter sprach er von einer großen Wertschöpfung für die Bevölkerung vor Ort. Weil Geld verdient wird, konnten Stiftungen eingerichtet werden und die Breitbandnetzgesellschaft in der Region gegründet und mit Eigenkapital ausgestattet werden. „Es war schon immer so, Kulturlandschaften verändern sich“, so Reinhard Christiansen weiter. „Unsere Region hat sich zu einer Kulturlandschaft mit Windkraft-, Solar- und Biogasanlagen verändert.“ Er sprach von Versuchen, die Elektrolyse ganz in der Nähe zu verwirklichen, um den Wasserstoff künftig als Energie zu nutzen. „Gemeinsam sollten wir die großen Chancen der Energiewende erkennen und nutzen zum Wohle der Bürger, der Natur und die Klimas“, rief Reinhard Christiansen aus und mahnte, dass Missmut und Jammern nichts bringt, sondern nur Frohsinn, Mut, Optimismus, Visionen und Solidarität bringen das Land voran.

Anschließend spielte die Show-Band „Da Capo“ aus Tönning zum Tanz auf, und die Bewirtung der Gäste mit Getränken aller Art übernahmen – wie immer – die HGV-Mitglieder selbst. Für ein Mittagessen zwischendurch sorgte das Team der Sportlerklause, und wer lieber etwas Süßes mochte, konnte sich am Kuchen- und Tortenbüffet von Elfriede Hansen aus Uphusum bedienen. Natürlich wurde dieses Neujahrs-Event auch von den Besuchern genutzt, um sich an den Tischen oder in kleinen Steh-Gesprächsrunden zu unterhalten.

Ein absoluter Höhepunkt war aber der Show-Act der verschiedenen jugendlichen Gruppen der Tanzschule Liebenow aus Süderlügum. In ihren ausgefallenen Kostümen präsentierten sie zu fetziger Musik in einer tollen Choreographie ein waren Feuerwerk an moderner Tanzkunst. Nicht umsonst haben die Darsteller schon überregional viele Preise dafür eingeheimst, wie ihre Leiterin Dagmar Liebenow stolz verkündete. Wahre Beifallsstürme sorgten natürlich unweigerlich für eine Zugabe.

Es gab auch etwas zu gewinnen beim Neujahrsempfang. Dafür sorgte eine reichhaltige Tombola mit einem Fahrrad als Hauptgewinn. Aber auch das Adventsrätsel wurde aufgelöst und die 57 Sachspenden der teilnehmenden HGV-Mitglieder verlost. Der richtige Lösungssatz lautete: „Sterne und Kometen leuchten weit und breit, oh du schöne Weihnachtszeit!“ Von den 425 eingegangenen Einsendungen waren 403 richtig, wie Hauke Hinrichsen mitteilte. Die Ziehung der Gewinner übernahmen Karl-Wilhelm Block mit dem neunjährige Lewe als Glücksfee.

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