Jugendliche unter Verdacht : Vandalismus: Ermittlungen dauern an

Die Polizei in Niebüll setzt auf die Hilfe der Bevölkerung.
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Die genaue Zahl der vorgeworfenen Delikte – im Zeitraum seit Ende November – wollten die Beamten gestern nicht sagen. Foto: Friso Gentsch/Archiv

Eine Täter-Gruppe hat in den vergangenen Wochen in Niebüll randaliert und gestohlen.

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17. Januar 2018, 06:00 Uhr

Niebüll | Rund zweieinhalb Wochen nachdem bekannt wurde, dass eine Täter-Gruppe in Niebüll gehäuft Dinge beschädigt sowie gestohlen hat und zudem eingebrochen ist (wir berichteten) dauern die Ermittlungen an. „Wir wissen, um welche Täter es sich handelt“, sagte ein Sprecher der Niebüller Kriminalpolizei. Es handelt sich demnach um eine Gruppe von fünf bis sechs männlichen Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 Jahren. Neben anderen Ermittlungsschritten werden die Täter nun befragt, um so zu überprüfen, welche der Taten auf ihre Kappe gehen.

Die genaue Zahl der vorgeworfenen Delikte – im Zeitraum seit Ende November – wollten die Beamten gestern nicht sagen. „Es stehen eine ganze Anzahl von Taten in Verbindung mit den mutmaßlichen Tätern“, lautete die einzige Aussage der Kripo zum Thema.

Ende Dezember war es im Niebüller Stadtgebiet mehrfach zu Sachbeschädigungen und Vandalismus an öffentlichen Einrichtungen gekommen. Sowohl im Innenstadtbereich als auch an der Wehle schlugen die Täter damals zu, sagte am Montag Christian Kartheus, Sprecher der Polizeidirektion in Flensburg.

Hinzu kamen laut Polizei– wenn auch in geringerer Anzahl – Diebstähle und Einbrüche in Einzelhandelsgeschäften, bei denen unter anderem Bargeld verschwand. Die Tatverdächtigen waren demnach vorzugsweise in den späten Nachmittagsstunden, der Dämmerung und zur frühen Nachtzeit auf Tour gegangen.

Zeugen, die Hinweise zu den Taten geben können, werden laut Kripo inzwischen nicht mehr gesucht. „Wir sind auf dem aktuellen Stand“, sagte der Sprecher. Um den Tätern auf die Spur zu kommen, hatten die Beamten im Dezember Menschen gesucht, die etwas beobachtet haben und dadurch zur Aufklärung der Tat beitragen können. Die Bevölkerung war gebeten worden, Hinweise und Beobachtungen an die Polizei weiterzugeben.

„Auch noch so unbedeutend vorkommende Beobachtungen können der Polizei hilfreich sein“, hieß es kurz vor Silvester in der Mitteilung, und weiter: „Gelegenheit macht Diebe, deshalb achten Sie auf Ihr Eigentum. Fahrräder sollten verschlossen abgestellt, Handys, Geldbörsen und Rucksäcke nicht unbeobachtet abgelegt werden.“

Zahlreiche Menschen, die den Aufruf in den Sozialen Netzwerken sowie in der Zeitung gelesen hatten, meldeten sich daraufhin bei den Verantwortlichen oder schrieben bei Facebook.

Bis die Täter dingfest sind, dauert es laut Polizei noch Wochen. „Das ist das normale Prozedere“, heißt es.

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