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Nordfriesland Tageblatt

23. Oktober 2017 | 08:48 Uhr

Unterstützung aus der Bevölkerung

vom

Die Nutzer des Hauses der Jugend möchten die am 31. Juli auslaufende halbe Stelle erhalten und starteten ein Bürgerbegehren

shz.de von
erstellt am 11.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Niebüll | 1036 Unterschriften in nur eineinhalb Wochen: Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind stolz auf das Ergebnis. Gestern überreichten sie die Sammel-Listen an Karin Schiessler-Usadel vom Amt Südtondern. Mit ihrem Bürgerbegehren "Pro Haus der Jugend" kämpfen die Akteure für den Erhalt einer halben Stelle in der Einrichtung, die bis zum 31. Juli befristet ist (wir berichteten). Bei Wegfall befürchten sie, dass das Haus der Jugend an 50 Tagen im Jahr geschlossen werden muss, weil eine Betreuungskraft fehlt.

Die Stadtvertretung hatte unlängst über einen von Bürgermeister Wilfried Bockholt als Vertreter der Stadt eingebrachten Antrag auf unbefristete Verlängerung abgestimmt. Das Ergebnis fiel 9:9 aus, ein Patt aber bedeutet stets die Ablehnung eines Antrags. Das brachte die Jugendlichen auf den Plan. Sie bekamen die Chance für ein Bürgerbegehren. Das bedeutete, innerhalb von sechs Monaten mindestens 790 Stimmen von Niebüller Gleichgesinnten zusammenzutragen. Die Resonanz übertraf alle Erwartungen. Angelika Rutz (18): "Wir hatten damit gerechnet, etwa 500 Unterschriften relativ schnell zusammentragen zu können und danach aber einen eher schleppenden Verlauf befürchtet." Umso mehr freuen sich die Fünf mit Aleksanda Petkovic (17), der bei der Übergabe der Listen nicht dabei sein konnte, über das Ergebnis. Wie geht es jetzt weiter? Karin Schiessler-Usadel: "Der Fachbereich I (Zentrale Dienste, Gremien- und Öffentlichkeitsarbeit, Personalangelegenheiten) wird nun die Listen prüfen, feststellen, ob alle Unterzeichner stimmberechtigt sprich Niebüller Bürger sind, ob niemand doppelt unterschrieben hat und ähnliches." Dann werde ermittelt, was die Aufrechterhaltung der halben Stelle kostet. "Anschließend prüft und entscheidet die Kommunalaufsicht, ob das Bürgerbegehren zulässig ist." Am Ende hat noch einmal die Stadtvertretung das Wort. Das wird allerdings nicht bei der nächsten Sitzung am Donnerstag (16. Mai, 19 Uhr, Rathaus) sein. Zum Zeitrahmen: Ein bis zwei Wochen bleibt der Vorgang im Amt, die Kommunalaufsicht hat sechs Wochen Zeit. Die Stadtvertretersitzung am 13. Juni ist eine konstituierende. Das heißt, zur Abstimmung kommt das Bürgerbegehren frühestens während der nächsten regulären Stadtvertretersitzung am 22. August.

Dennoch: Die Jugendlichen geben nicht auf und sind von der Resonanz aus der Bevölkerung überwältigt. "Es waren noch viel mehr - beispielsweise Bürger, die nicht aus Niebüll sind, wohl aber die Initiative begrüßen", sagt Angelika Rutz. Auch auf einer gesonderten Kinderliste, die ebenfalls nicht gezählt wird, stehen 40 Namen. Die Initiatoren bleiben am Ball. Gespräche mit den Fraktionen, unter anderem mit der CDU, die den Antrag abgelehnt hatte, sind bereits geführt oder folgen noch.

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