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Auszeichnung : Unter den besten Museen des Landes

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Gelungenes Konzept: Niebülls Naturkundemuseum erhält Auszeichnung vom Museumsverband und der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein

Museumsleiter Carl-Heinz Christiansen strahlt genauso wie sein Team: Das Niebüller Naturkundemuseum zählt offiziell zu den besten Museen des Landes (wir berichteten). Seit 2013 sind insgesamt 14 Museen ausgezeichnet worden. Die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein sowie der Museumsverband Schleswig-Holstein und Hamburg ehrten nun acht Museen des Landes, die jetzt ebenfalls extra zertifiziert sind. Darunter auch das Naturkundemuseum Niebüll.

Doch vor dieser Auszeichnung stand harte Arbeit. Ziel war eine Qualitätssteigerung und Wettbewerbsfähigkeit. Bewerben konnten sich alle mit einer Präsentationsmappe. Eine Kommission wählte im Vorjahr dann die Bewerber aus, besuchte danach die Institutionen von Brunsbüttel bis Kiel, von Itzehoe bis Neustadt. Auch die Niebüller bekamen im Mai 2014 Besuch von den Experten, darunter Prof. Ulrich Schulte-Wülwer. „Wir waren schon vorher ganz gut aufgestellt“, so der Museumsleiter. Doch die Aufgabe der Kommission war es, ganz im Sinne des Projektes Museumsberatung und Zertifizierung Schwachpunkte zu finden, um so das Haus besser zu machen. So notierte man Vorschläge für eine genauere Inventarisierung per Fotos und eine Archivführung nach Maß. Auch die Beschilderung in der Stadt, um Urlaubern den Weg zu weisen, ließ zu wünschen übrig, doch da ist nicht so schnell Abhilfe zu schaffen – die Stadt wird hier tätig werden, um die Schilder zu vereinheitlichen. Der Schriftzug „Naturkundemuseum“ sei sehr verblasst und nicht mehr auffällig genug. Er sollt zeitnah durch einen modernen Schrifttypus mit einer kräftigeren Farbe ersetzt werden. „Die Aufgaben haben wir weitgehend abgearbeitet“, so Carl-Heinz Christiansen, die Kommission kontrollierte im Juni die Ergebnisse.

„Allgemein waren die Fachleute schon erstaunt, was wir in Niebüll auf die Beine gestellt haben.“ Denn das Naturkundemuseum ist nach der umfänglichen Neugestaltung im Jahr 2013 ein echtes Schmuckstück. Die Beratung beziehungsweise Analyse war umfänglich, umfasste auch Werbung oder Internetauftritt. Und es geht weiter: Das Naturkundemuseum soll gelegentlich auch Kunstausstellungen zum Thema „Natur“ präsentieren, lautet eine weitere Empfehlung der Kommission. Die Kritik sieht Carl-Heinz Christiansen nur positiv: „Eine sinnvolle Sache für uns. Es hilft uns, noch besser zu werden. Uns wurde ein Spiegel vorgehalten.“ Mit Freude habe man daher die Nachricht entgegengenommen. Beim Festakt gratulierte auch Ministerin Anke Spoorendonk. „Frischer Wind tut immer gut“, so die Ministerin, die versprach, dass das Projekt weitergeführt werde. Der Niebüller Museumsleiter war durchaus stolz, als erstes Museum der Stadt ausgezeichnet zu werden; angesichts der ebenfalls zertifizierten Museen wie das Nordsee-Museum in Husum oder das Wenzel-Hablik-Museum in Itzehoe fühlte man sich besonders wohl. „Wir nehmen das Zertifikat natürlich als Verpflichtung“, so Carl-Heinz Christiansen. Und so geht es kreativ weiter, zum Beispiel beim Fossilien gießen mit Kindern oder den neuen Grenzland-Radtouren.


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erstellt am 25.Sep.2015 | 05:00 Uhr

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