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Nordfriesland Tageblatt

23. Oktober 2017 | 02:48 Uhr

Unmut über Besoldungspläne

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Kritik auf der GEW-Ortsverbandsversammlung: Grundschullehrer werden gehaltsmäßig abgehängt / Spenden für Gedenkstätte und Flüchtlinge

von
erstellt am 08.Mär.2015 | 14:32 Uhr

„Sehr ungerecht“: So wurden die Pläne der Landesregierung für eine neue Regelung der Lehrerbesoldung auf der Jahresversammlung des Ortsverbands Südtondern der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisiert.

Sie besagt, dass künftig alle neuen Lehrer an weiterführenden Schulen in Schleswig-Holstein nach der Gehaltsstufe A 13 besoldet werden sollen. Den bisherigen Grund- und Hauptschullehrern soll Gelegenheit geboten werden, von A 12 nach A 13 aufzusteigen. Auch sollen die Lehrkräfte für das Sekundarschullehramt genauso besoldet werden wie die Lehrkräfte an Gemeinschaftsschulen und wie die bisherigen Realschullehrkräfte. Die Besoldung der Grundschullehrkräfte soll dagegen unverändert bleiben.

Daraus folgt, dass die Lehrer an Grundschulen in der Besoldung – trotz in Zukunft gleichwertiger Ausbildung – für weitere Jahrzehnte abgehängt würden. „Das ist ein Höchstmaß an Geringschätzung, wie wir es so nicht für möglich gehalten hätten“, zitierte der Ortsverbandsvorsitzende Henning Schild den GEW-Landesvorsitzenden Matthias Heidn, der lebhafte Proteste ankündigte, weil der Grundsatz „Gleiches Geld für gleichwertige Arbeit“ nicht angetastet werden dürfe.

In seinem Rückblick erinnerte der GEW-Ortsverbandsvorsitzende Schild an einen Besuch des Nolde-Museums in Seebüll, der besonders lebhaften Anklang bei den Teilnehmern gefunden hatte. Dagegen musste eine geplante Kanufahrt, von der man sich erhofft hatte, auch jüngere Kolleginnen und Kollegen ansprechen zu können, um sie für die Arbeit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft zu gewinnen, mangels hinreichenden Interesses an dem Ausflug ausfallen.

Traditionsgemäß endete das Jahresprogramm mit einem adventlichen Nachmittag im Lecker Café „Beste Stuuv“. Wie der Vorsitzende des gastgebenden Ortsverbands des Weiteren ausführt, weist dieser aktuell 132 Mitglieder auf, zwei weniger als im Vorjahr.

Der Bericht der Kassenwartin Anke Asmussen ließ eine sparsame Wirtschaftsweise erkennen und fand die uneingeschränkte Zustimmung der Versammelten. Die anschließenden Wahlen ergaben – bei vereinzelten Enthaltungen – die jeweils einstimmige Wiederwahl des Henning Schild zum Vorsitzenden, der Anke Asmussen zur Kassenführerin und vierer Mitglieder zu Beisitzern. Von Letzteren vertritt Anne Knoke die Kollegen der Grundschulen, Lilo Lorenzen den Bereich der Gemeinschaftsschulen, Heidi Heß-Andersen den der Berufsschulen, während sich Margot Papenfuß besonders um die Seniorenarbeit kümmern will. Vakant blieben die Posten der Beisitzer für die Bereiche der Gymnasien wie auch der sozialpädagogischen Berufe.

Nachdem der Vorsitzende des Gedenkstättenausschusses der Kirchengemeinde Ladelund über den Stand der Modernisierung der Dauerausstellung der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte berichtet hatte, fassten die Versammelten den einstimmigen Beschluss, für die Arbeit der Gedenkstätte einen Betrag in Höhe von 1000 Euro zur Verfügung zu stellen. Für die Betreuung von Flüchtlingen in der hiesigen Region wurde ein Spendenbetrag in Höhe von 2000 Euro bereitgestellt.



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