Ungenutzte Kleingärten zu Bildungsstätten

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22. Oktober 2015, 09:28 Uhr

Es gibt sie in Niebüll: nicht genutzte Parzellen auf dem Kleingartengelände. Ein Teil von ihnen wurde für das gemeinsame Wohnungsbauprojekt der Mürwiker Werkstätten und der Gewoba Nord – hier entstehen derzeit Wohneinheiten für Menschen mit Behinderungen – umgewidmet. Doch es gibt weitere Ideen. Können Kleingartenparzellen nicht durch Kinder und Jugendliche der Kitas, Schulen und des Hauses der Jugend als Bildungs- und Erlebnisgärten genutzt werden? Der Ausschuss für Schule, Kultur und Soziales nahm sich des Themas an.

Gremiumsvorsitzender Bernd Neumann (CDU) sah in einer Projektarbeit der Kitas und Schulen eine Chance für den Nachwuchs, sich mit der Pflege von Pflanzen und dem Anbau von Obst praktisch zu beschäftigen. Allerdings müsse so etwas auch mit Ernsthaftigkeit betrieben werden. „Nur mal hingehen und gucken, und dann ist zu 99 Prozent der Bauhof damit beschäftigt, dort Unkraut zu jäten“ – das könne es nicht sein. Ralph Hoyer (SPD) sah in der Idee einen guten Ansatz und schlug vor, sich mit den Schulleitungen und Fachleitern zu beraten. Möglich wäre es, Patenschaften zu vergeben.

Hans-Ferdinand Sönnichsen, Schulleiter der Gemeinschaftsschule Niebüll, berichtete, die Idee, mit Biologen Schulgärten anzulegen sei nicht neu. Allerdings sei bei Planungen klar geworden, dass es ohne Schutzmaßnahmen vor Vandalismus nicht gehe. „Wir haben schließlich Abstand davon genommen“, erklärte er. Ein weiterer Grund: „Man müsste dem Unkraut verbieten, in den Sommerferien zu wachsen.“

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