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Nordfriesland Tageblatt

19. Oktober 2017 | 22:51 Uhr

Ungebremst gegen parkendes Auto

vom

Auf der Grenzstraße fuhr gestern eine Autofahrerin auf einen am Straßenrand parkenden Pkw auf, in dem zwei Personen saßen

shz.de von
erstellt am 02.Aug.2013 | 03:59 Uhr

BRAMSTEDTLUND | Ein nächtlicher Unfall, bei dem Rinder angefahren und getötet wurden, führte gestern Vormittag zu einem weiteren schweren Verkehrsunfall, bei dem dann auch zwei junge Insassen verletzt wurden. Das Unglück ereignete sich gegen 10.15 Uhr in der Gemeinde Bramstedtlund auf der Straße L 192 ("Grenzstraße".)

Zu diesem Zeitpunkt stand ein Mercedes mit eingeschalteter Warnblinkanlage in Fahrtrichtung Süderlügum am rechten Straßenrand. Der Fahrer befand sich auf der angrenzenden Koppel, um sich um drei am Straßenrand liegende, bei einem nächtlichen Verkehrsunfall verendete Kühe zu kümmern und nach weiteren aus ihrer Koppel ausgebrochen Tieren zu suchen. Erst zwei Stunden zuvor hatte ihm die Polizei gemeldet, dass die Tiere in der Nacht angefahren worden waren. Die Beamten hatten sich die Ohrmarken der toten Kühe notiert und über diese in den Morgenstunden herausgefunden, wem die Tiere gehören. Während der Tierhalter weitere Rinder suchte, warteten seine Tochter sowie sein Sohn in dem parkenden Fahrzeug, als plötzlich ein ebenfalls in Richtung Süderlügum fahrender VW-Kombi auf den Wagen aufprallte - vermutlich ungebremst.

Durch den heftigen Aufprall wurde das Heck des Pkw zusammengedrückt. Der aufgefahrene Kombi wurde ebenfalls arg lädiert und auf die gegenüberliegende Straßenseite geschleudert. Sowohl die Fahrerin des Wagens, die den Unfall verursacht hatte, als auch beide im parkenden Auto befindliche Personen wurden verletzt. Der elfjährige Sohn wurde in ein Flensburger Krankenhaus, die Tochter und die Fahrerin des aufgefahrenen Wagens zur Gesundheitsüberprüfung ins Klinikum Niebüll gefahren. Zuvor hatte der auf der Rückbank sitzende Junge mit Hilfe der hydraulischen Rettungsschere der Freiwilligen Feuerwehr Ladelund befreit werden müssen, da die Hecktüren des Fahrzeugs verklemmt waren.

Der Vater musste hilflos mit ansehen, wie der fremde Wagen auf seinen Pkw auffuhr. "Das war ein schrecklicher Augenblick. Glücklicherweise stellte sich bald heraus, dass meine Kinder heute ihren zweiten Geburtstag feiern können." Seine Tochter wurde bereits gestern Nachmittag wieder nach Hause gebracht, da sich ihre Verletzungen in Grenzen hielten. Die Untersuchung des Sohnes stand zu dem Zeitpunkt noch aus. Auch die Unfallverursacherin soll glimpflich davongekommen sein.

Den entstandenen Sachschaden schätzte ein Polizeibeamter auf rund 30 000 Euro. "Genaueres muss ein Sachverständiger ermitteln." Erst eine Dreiviertelstunde nach Abstreuen etlicher Ölspuren auf der Fahrbahn konnte sich der entstandene Fahrzeugstau auflösen.

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