Nordfriesland : Unfall im Windpark: Kran stürzt um

Der umgestürzte Kran im Bürgerwindpark im Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog. Foto: dpa
1 von 2
Der umgestürzte Kran im Bürgerwindpark im Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog. Foto: dpa

Ein etwa 100 Meter hoher Kran ist beim Aufstellen eines Windrades in Nordfriesland umgekippt und riss dabei einen zweiten Kran um.

shz.de von
19. April 2013, 07:11 Uhr

In Nordfriesland ist ein großer Kran bei Arbeiten an einem Windrad umgekippt. Das 100 Meter hohe Gerät sollte das Windrad im Windpark Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog aufstellen, als der Kran plötzlich umkippte und dabei einen weiteren mit sich riss. Der hohe Hauptkran war wahrscheinlich wegen des weichen Untergrunds in Schieflage geraten. Er versank teilweise im Boden.

Nach ersten Kenntnissen der Polizei Husum soll "wie durch ein kleines Wunder" niemand verletzt worden sein. Nach Expertenmeinung wird mit einem Sachschaden in Höhe von vier Millionen Euro gerechnet. Beide Kräne liegen nach Polizeiangaben noch im Windpark, die schwierige Bergung soll noch am Mittwoch beginnen.

Der Arbeitsunfall geschah bei Repower-Arbeiten im Bürgerwindpark Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog am Dienstagnachmittag. Die Arbeiten, bei denen fünf 1,5-MW-Anlagen durch vier 3,4-MW-Mühlen von Repower ersetzt werden, werden durch das Unglück vorerst unterbrochen. "Ersatzbeschaffung und Abtransport des beschädigten Geräts sind aber schon in die Wege geleitet", erklärte Windpark-Geschäftsführer Armin Szeimies. Die erste der vier neuen Anlagen soll in den nächsten Tagen in Betrieb genommen werden. Mühle Nr. 2 war gerade fertig montiert. Von dieser Anlage sollte der Kran zu Standort Nr. 3 wechseln, als das Unglück passierte.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen