zur Navigation springen
Nordfriesland Tageblatt

17. Oktober 2017 | 00:57 Uhr

Aventoft : Unerwarteter Wechsel im Grenzhandel

vom

Gemeindevertreter stimmten dem Entwurfs- und Auslegungsbeschluss zur vierten Änderung des Bebauungsplanes Nr. 6 zu.

shz.de von
erstellt am 25.Mai.2013 | 09:38 Uhr

Aventoft | Nach dem Aufstellungsbeschluss Ende Januar stimmten die Aventofter Gemeindevertreter während ihrer letzten Sitzung nun auch dem Entwurfs- und Auslegungsbeschluss zur vierten Änderung des Bebauungsplanes Nr. 6 einhellig zu. Hierbei geht es um das Gewerbegrundstück Dorfstraße 2c, das dem Glücksburger Kaufmann Hans-Jörgen Warnke gehört und derzeit an die zum dänischen Fleggaard-Konzern gehörende Calle Grenzhandelskette verpachtet ist.

Diese habe aber nur eine bis letztmalig zum 31. Dezember 2015 befristete Erlaubnis zur Betreibung des Marktes in den dort aufgestellten Containern. Deshalb beabsichtigt der Grundstückseigentümer, nach Ablauf des bestehenden Mietvertrages einen massiven Neubau mit zwei Läden und einem Bistro zu erstellen.

Die Verpachtung der neuen Gebäude erfolge aber nicht an den bisherigen Mieter Calle, sondern an die Fakta GmbH Deutschland, die seit März bereits schräg gegenüber einen modernen Grenzhandel betreibt. Hans-Jörgen Warnke erklärte auf Nachfrage , Calle "vor einiger Zeit" anscheinend kein Interesse an weiterer Pachtzeit gehabt. Wie Ronny Moriana Glindemann, Verkaufsdirektor von Fakta-Deutschland mitteilte, stehe derzeit noch nicht fest, welche Ladenketten der zur dänischen Coop-Gruppe gehörenden Marke in den Neubau einziehen werden. Er bestätigte lediglich das künftige, neue Pachtverhältnis ab 2016.

Verärgert über diese Entwicklung zeigte sich der leitende Direktor von Fleggaard, Mike Simonsen. "Wir haben immer pünktlich unsere Miete bezahlt und dachten, dass wir auch stets eine gute Zusammenarbeit mit dem Grundstückseigentümer hatten." In einer Besprechung mit Hans-Jörgen Warnke habe er vorgeschlagen sofort mit den Neubaumaßnahmen zu beginnen und die bisher gute Zusammenarbeit fortzusetzen. Zumal Fleggaard direkt gegenüber dem betreffenden Grundstück selbst einen Grenzhandelsmarkt betreibt und mit dem Tochterunternehmen Calle gemeinsam die Parkplätze dort nutzt. "Ich war eigentlich davon überzeugt, dass die Bürgermeisterin und das Dorf froh darüber waren, eine Calle-Filiale im Ort zu haben", so Mike Simonsen.

Auch Bürgermeisterin Christine Harksen zeigt sich überrascht von den Plänen, zumal von diesen während der Sitzung noch nichts bekannt war. Sie sei davon ausgegangen, dass das bisherige Pachtverhältnis auch nach dem Neubau weiter bestehen werde.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen