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Naturschutz : Umweltpreis für den Eulenschützer

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

John Heinrich Andresen ist vom Naturschutzverein Südtondern für sein vielfältiges und nachhaltiges Engagement ausgezeichnet worden

shz.de von
erstellt am 28.Mär.2015 | 05:00 Uhr

Der Naturschutzverein Südtondern (NSVS) würdigt mit dem „Umweltpreis“ jedes Jahr Personen oder Institutionen, die durch Ideen oder Aktivitäten den Umwelt- und Naturschutz ins Gespräch bringen und im Bewusstsein der Menschen ihrer Region lebendig halten. Der Empfänger des diesjährigen Preises, John Heinrich Andresen aus Süderlügum, wurde während der Jahresversammlung ausgezeichnet.

Der Vorsitzende Gerd Oldigs beschrieb in seiner Laudatio John Heinrich Andresen als einen Menschen, der seit Jahrzehnten in verschiedenen Gruppen und Funktionen – allerdings häufig im Hintergrund – für den Schutz und Erhalt der Natur tätig ist und sich seit vielen Jahren als Mitglied im Naturschutzverein Südtondern dafür einsetzt. Seit 2002 engagiert sich der Preisträger besonders als Betreuer des Haasberger Sees und seit 2008 auch für den Naturerlebnisraum „Posberg“ in Süderlügum. Daneben fungierte er bereits zehn Jahre lang als Beauftragter des Landesverbandes Eulenschutz als Obmann für Schleiereulen im Bereich der Gemeinden Süderlügum, Humptrup, Ladelund, Klixbüll, Lexgaard und Bögelhuus.

„John Heinrich hat selbst eine Reihe von Eulenkästen erstellt und konnte zeitweise in bis zu 16 Bruthöhlen erfolgreiche Bruten registrieren“, so sagte der Laudator. „Zudem fertigte er mehrere Nesthilfen für Turmfalken an und stellte sie mit Erfolg auf.“ Darüber hinaus habe er im Verlaufe vieler Jahre – zusammen mit Jugendgruppen sowie Kindergarten- und Schulkindern – weit über 200 Nistkästen für Meisen und Halbhöhlenbrüter hergestellt. „Auch wenn nicht jeder Nistkasten erfolgreich genutzt worden sein sollte“, so Gerd Oldigs, „wurden doch mit dem Bau und dem Anbringen der Kästen vielen Vogelarten zusätzliche Möglichkeiten zur Nutzung von Brutplätzen angeboten.“

Seit 2006 betreut John Heinrich Andresen im Rahmen des Wildtierkatasters Schleswig-Holstein ein Referenzgebiet in den Gemeinden Süderlügum, Ellhöft und Humptrup. Hierbei werden regelmäßig die Bestände der Hasen, Fasanen und Rebhühner zur Kontrolle der Bestandsentwicklung erfasst. Auf kommunaler Ebene war John Heinrich Andresen im Umweltausschuss seiner Heimatgemeinde Süderlügum die treibende Kraft, als es um die Einrichtung des Naturerlebnisraumes Posberg ging. „Wir möchten John Heinrich Andresen mit der Verleihung des Umweltpreises 2015 sein nachhaltiges, ehrenamtliches Wirken für die Umwelt in seinem näheren Lebensumfeld danken“ – dieser Schlusssatz der Laudatio löste beim Publikum lebhaften Beifall aus.

Gerd Oldigs dankte allen ehrenamtlich tätigen Beobachtern und Arbeitskräften („Aktivisten“) für ihren zeitaufwendigen Einsatz. Abschließend stellte der Vorsitzende fest: „Das breite Spektrum des Naturschutzes lebt immer wieder vom Engagement jedes Einzelnen, am besten aber vom Engagement Vieler für das Gleiche.“

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