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Neues Konzept : Umsonstladen statt Ticketverkauf

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Im Wiedingharder Info-Zentrum in Klanxbüll stehen Änderungen an. Seit sich die DB zum Jahresanfang mit ihrem Fahrkartenschalter zurückgezogen hat, sind Räumlichkeiten frei. Ideen für eine Nachnutzung gibt es schon.

Das Informationszentrum der Wiedingharde an der Toft 1 soll neu strukturiert werden. Das geht aus einer Gesprächsnotiz hervor, die in der Sitzung der Klanxbüller Gemeindevertreter von Bürgermeister Friedhelm Bahnsen angesprochen wurde. Was sich ändern und neu hinzukommen soll, darüber hat Carola Steltner, Leiterin des Informationszentrums, der Gemeinde Vorschläge unterbreitet, die der Öffentlichkeit im Februar vorgestellt werden.

Bekanntlich ist der „Fahrkartenschalter“ mit dem Ticketverkauf für die Bahn im Infozentrum zum Jahresbeginn wegen Unwirtschaftlichkeit geschlossen worden. Diese seit langem nicht Kosten deckende Einrichtung galt als Serviceangebot für Einheimische und Touristen. Nachdem die Provisionen kontinuierlich zurückgingen und die Bahn nur noch den Sachaufwand deckte, wurden jetzt Nägel mit Köpfen und der „Schalter“ dicht gemacht.

„Gemeinde und Mitarbeiter des Zentrums bedauern, dass der Service nicht erhalten werden kann“, hieß es bereits im Dezember. An den bisherigen Offerten wie Tourist-Information, Veranstaltungen, Ausstellungen, Fahrradverleih und Anlaufstation für Einheimische soll sich nichts ändern. Zum Februar ist die Eröffnung des Umsonstladens „Tante Ise“ geplant. Was genau sich hinter diesem Konzept und Namen verbirgt, wird in besagter Informationsveranstaltung im Februar bekanntgegeben. Daneben werden Miet-Regale eingerichtet, auf denen „Selbermacher“ Kunsthandwerk und andere handgemachte Dinge anbieten können. Wer Interesse hat, die Regale mit eigenen Produkten zu füllen und weitere Infos wünscht, kann sich jederzeit an das Infozentrums-Team wenden.

Das erneuerte Konzept soll, wie es in der Gesprächsnotiz heißt, dem Engagement der Sponsoren und Wiedingharder Gemeinden, die das Informationszentrum finanziell unterstützen, gerecht werden. Dabei soll sich das Infozentrum weiterhin zu einem interessanten Treffpunkt der Region entwickeln. Mit dem neuen Konzept verändern sich auch die Öffnungszeiten des Zentrums: seit Donnerstag, 2. Januar, montags von 9 bis 18 Uhr, dienstags bis freitags von 9 bis 13 Uhr.

Von großem Interesse war ein weiteres Thema der Gemeindevertretersitzung: ein geplantes Repowerprojekt der Betreibergesellschaft „Wiedingharder Windpark “. Wie in der Sitzung bekannt wurde, will die Betreibergesellschaft ihre drei 2-Megawatt-Anlagen im Westen der Gemeinde durch zwei 3,2-Megawatt-Mühlen ersetzen. Als Grund für die Maßnahme wurden der Klimaschutz und eine verbesserte Effizienz angeführt. Dem stehen umweltrelevante Veränderungen gegenüber, was Schallwirkung, Schattenwurf und Befeuerung angeht. Diese Änderungen wurden in der Sitzung erläutert, bevor die Gemeindevertretung dem städtebaulichen Vertrag zu dieser Maßnahme zustimmte.

Was die Schallwirkung angeht, so sei eine deutlich leisere Anlage des Fabrikats „Repower“ ausgewählt worden, erläuterte Heinz Carstensen, Planer von der „iTerra“ (Niebüll). Durch die Höhe der neuen Anlagen – bisher knapp 100, künftig 150 Meter – sei ein längerer, jedoch alles in allem nur unwesentlicher Schattenwurf zwischen 50 und 100 Metern in Richtung Dorf zu erwarten. Wegen der warnenden Befeuerung (tagsüber weiß, nachts rot) sei insoweit eine Änderung zu erwarten, als sich die Lichter künftig nur bei Bedarf einschalten sollen, etwa wenn sich ein Flugzeug nähert. „Das aber wird noch getestet“, erklärte Carstensen.

Für den Schattenwurf muss der Betreiber eine Vorrichtung einbauen, die die Mühlen bei Überschreitung bestimmter Grenzen ausschaltet – nämlich dann, wenn die Beschattungsdauer jährlich acht Stunden oder täglich 30 Minuten überschreitet.




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erstellt am 11.Jan.2014 | 06:30 Uhr

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