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Nordfriesland Tageblatt

22. Oktober 2017 | 18:09 Uhr

Überdurchschnittlich viele Kinder im Ort

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

shz.de von
erstellt am 17.Apr.2015 | 13:53 Uhr

„Ich finde es sympathisch, wenn junge Menschen nach ihren finanziellen Mitteln bauen“, sagt Bürgermeister Karl-Richard Nissen. „Wir geben keine Zuschüsse, wie andere Gemeinde es tun, sondern halten von Anfang an den Grundstückspreis niedrig. So ist es gerade für junge Familien reizvoll, hier in der Gemeinde zu bauen.“

Vor allem freut sich der Bürgermeister darüber, dass fast alle Häuser Neubaugebiet von „Rückkehrern“ gebaut wurden. „Es kommen ganz viele junge Leute wieder zurück in ihr Heimatdorf und das ist doch ein Zeichen dafür, dass wir etwas richtig gemacht haben.“ Sicherlich auch ein Grund dafür, dass die Gemeinde überdurchschnittlich viele Kinder hat. „Für jedes Kind geben wir einmal im Jahr Weihnachtsgeld, worüber sich die Eltern immer sehr freuen. Gerade in der Jahreszeit ist ein bisschen Extrageld immer passend“, erzählt der Bürgermeister.

Die Gemeinde tut alles dafür, dass sich die Einwohner wohl fühlen. Auch bei der Wahl des Kindergartens zeigt man sich offen. „Wir finden, dass Eltern selber entscheiden sollten, wo sie ihr Kind unterbringen möchten. Für einige liegt ein anderer Kindergarten vielleicht günstiger auf dem Weg zur Arbeit – das ist alles kein Problem.“

Auch der B-Plan der Gemeinde lässt viel Spielraum für die Bauherren zu. „In der Regel baut man sich ein Haus doch nur einmal im Leben und dann soll es auch nach den eigenen Vorstellungen sein“, sagt Karl-Richard Nissen. Nur wenige Dinge, wie etwa grelle Farben an der Hauswand und auf dem Dach sind dabei nicht erlaubt. „Ich finde es ist doch auch gerade interessant, wenn alles unterschiedlich aussieht und nicht jedes Haus im gleichen Stil gebaut ist.“

Dass das Baugebiet, das 2010 ausgewiesen wurde, derzeit einen regelrechten Boom erlebt, damit hatte in der Gemeinde keiner gerechnet. Von den fünf verfügbaren Grundstücken ist nur noch eins übrig, im Ort besteht jedoch noch die Möglichkeit zur Lückenbebauung.

Etwa alle zehn bis 15 Jahre weise die Gemeinde neues Bauland aus, berichtet der Bürgermeister. „Wir sind sehr froh darüber, dass das bisher immer geklappt hat, denn für eine so kleine Gemeinde ist das nicht selbstverständlich.“ Man wolle nie eine große Gemeinde wie Leck werden, aber nur mit dieser Ausweitung habe der Ort eine Möglichkeit, weiter zu bestehen. „Wir brauchen Bauplätze, wenn das Dorf lebendig bleiben soll, sonst veraltet es irgendwann.“

Die gesellschaftlichen Ereignisse in Sprakebüll werden von der Freiwilligen Feuerwehr als einziger Organisation in der Gemeinde ausgerichtet und unterstützt, so dass ihr neben ihrer Hauptfunktion noch ein großer sozialer Aspekt zufällt.

Im Begegnungsraum, der sich im Feuerwehrgerätehaus befindet, finden zwei mal in der Woche Pilates-Kurse statt, zudem gibt es eine Kinderkrabbelgruppe und Kinderfasching.

„Und nicht zu vergessen haben wir auch eine tolle Gastwirtschaft im Ort“, fügt der Bürgermeister an.

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