Zwischen Tönning und Oldenswort : Totalschaden auf der B5: Familie bleibt beim schwerem Unfall unverletzt

<p>Der Unfallwagen liegt im Graben, umgeben von Bäumen, Leitplanke und Gebüsch.</p>

Der Unfallwagen liegt im Graben, umgeben von Bäumen, Leitplanke und Gebüsch.

„Da war ein ganzes Heer von Schutzengeln beteiligt“, kommentierte ein Polizeibeamter an der Unfallstelle.

shz.de von
01. Juli 2018, 14:47 Uhr

Tönning | Den 800 Kilometer weiten Anreiseweg aus dem saarländischen Landkreis Sankt Wendel hat eine dreiköpfige Urlauber-Gesellschaft gut überstanden. Als sie aber am zweiten Urlaubstag Nordfriesland erkunden wollten, kam am es Sonnabend (30. Juni) um 15.50 Uhr nur zwei Kilometer von ihrer Ferienwohnung entfernt zu einem schweren Verkehrsunfall.

„Da war ein ganzes Heer von Schutzengeln beteiligt“, attestierte ein Polizeibeamter vor Ort angesichts des Ereignisses. Und das war geschehen: Auf der Fahrt von Tönning in Richtung Norden geriet der VW Tiguan auf der vielbefahrenen B5 aus bislang ungeklärten Gründen rechtsseitig auf den Seitenstreifen. Zum großen Glück der Familie prallte das Fahrzeug nicht auf eine an dieser Stelle endende Stahlleitplanke, sondern schoss Zentimeter zuvor rechtsseitig an dieser vorbei. Hinter der Leitplanke riss der Wagen mehrere kleine Bäume um und kam schließlich nach gut 30 Metern in einem Graben seitlich liegend zum Stillstand.

Beim Aufprall auf einen größeren Baum erlitt das Fahrzeug einen Totalschaden. Nachfolgende Autofahrer stoppten sofort und eilten hinzu. Die Leitstelle Nord alarmierte Rettungswagen aus Tönning, Husum und dem benachbarten Landkreis Dithmarschen; die Großleitstellen Nord (Harrislee) und West (Elmshorn) arbeiteten dabei zusammen. Alarm gab es auch für die Feuerwehr Tönning, die mit mehreren Fahrzeugen und Rettungsschere ausrückte.

Vor Ort hatte sich der saarländische Feuerwehrsanitäter, der als Beifahrer im Auto saß, bereits um seine Familie gekümmert. Seine Ehefrau hatte den Wagen gelenkt. Ein Tönninger Rettungswagen brachte Ehefrau und den sechsjährigen Sohn zurück zur Ferienunterkunft. Die zu diesem Zeitpunkt mit Reiseverkehr sehr stark frequentierte B5 musste zunächst voll und dann halbseitig gesperrt werden; es kam rasch zu Staus.

Erfreulich: Eine Rettungsgasse wurde freigehalten – etwas anderes führte aber zu großer Verärgerung bei den Einsatzkräften der beiden Streifenwagen: Zahlreiche Urlauber passierten die Unfallstelle auf einem neben der Hauptverkehrsader verlaufenden schmalen Wirtschaftsweg, auf dem Begegnungsverkehr schwierig ist. „Selbst große Fahrzeuge sind dort unterwegs“, registrierte ein Beamter vor Ort verärgert. Ein Tönninger Bergungsunternehmen hievte den Wagen per Kran als Totalschaden aus dem Graben.

Blaulichtmonitor

Was ist der Blaulichtmonitor?

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert