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„Teuflisches“ Kindertheater in guter Tradition

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

von
erstellt am 10.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Die kleine Gemeinde Bramstedtlund ist zu Recht stolz auf eine große Tradition. Alljährlich studieren Mädchen und Jungen aus dem Dorfe unter der Leitung zweier Mütter in der Vorweihnachtszeit ein Theaterstück ein, um es bei der von der Gemeindevertretung für die Seniorinnen und Senioren veranstalteten Weihnachtsfeier und bei ähnlichen Gelegenheiten in den Dörfern des Kirchspiels Ladelund aufzuführen. Dadurch stimmen sie die Älteren auf ein besinnliches Christfest ein. Wie alt diese Sitte ist, weiß niemand so genau. Eine Einwohnerin, die 1966 nach Bramstedtlund zog, erinnert sich aber, dass zu jenem Zeitpunkt die „Kinderbühne“ bereits existierte, somit also seit mindestens 50 Jahren ihre Zuschauer erfreut.

In diesem Jahr scharten die Spielleiterinnen Regina Cordsen und Anette Hartwig acht Kinder im Alter zwischen acht und 15 Jahren um sich, um mit ihnen – seit Mitte Oktober – das nachdenklich stimmende Stück „Der himmlische Teufel“ von Ulrich Klarmann zu erarbeiten. Dienstältester Akteur ist der dreizehnjährige Jörn Cordsen, der schon sein achtes Theaterjahr erlebt, während die achtjährige Nora Fiebinger ihrem ersten Bühnenauftritt entgegensieht.

Das Spiel handelt von einem kleinen Teufel namens „Diaboli“, der sich in den Himmel verirrt, wo er von drei Engeln gefunden wird. Diese finden ihn so nett, dass sie beschließen, ihn zu einem Mitglied ihrer himmlischen Zunft zu machen. Die Wandlung vom Teufel zum Engel gestaltet sich unerwartet schwierig. Passende Kleidung und Flügel sind zwar schnell gefunden, aber mit dem Singen für das Weihnachtskonzert will es zunächst überhaupt nicht klappen. Erst als Franziskus als Ober-Musikengel eine Hypnose anwendet, erlernt Diaboli die musikalische Nutzung seiner Stimme. Gefahr droht durch zwei Aufsichtsengel, die den kleinen Teufel suchen, ihn aber zum Glück nicht finden. Petrus erkennt die Herkunft des Diaboli und unterzieht ihn einer sofortigen Überprüfung. Man darf gespannt sein, ob diese ergibt, dass der kleine Teufel am Ende im Himmel bleiben darf.

Drei Aufführungen sind schon fest eingeplant: am 11. Dezember im Friesischen Wohnpark in Niebüll, am 13. Dezember bei der Weihnachtsfeier der Gemeinde Bramstedtlund und am 16. Dezember anlässlich der Adventsfeier des Landfrauenvereins Ladelund im Westrer Waldkrug.  


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