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Nordfriesland Tageblatt

23. August 2017 | 10:18 Uhr

Tenöre ziehen Niebüll in ihren Bann

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Mit einem Mix aus Rock, Pop und Klassik sorgten die Sänger der Gruppe The International Magic Tenors in Niebüll für ausgelassene Stimmung

Gerade erst sind die letzten Töne der Gospel Singers aus Amerika verklungen, die in der ausverkauften Stadthalle für Furore gesorgt hatten, da rissen „The International Magic Tenors“ rund 400 begeisterte Zuhörer mit Pop, Rock und Classic vom Feinsten von den Stühlen. Auch diese acht Vollblutmusiker eroberten die Herzen der Nordfriesen im Sturm und vermochten eine Stimmung zu erzeugen, die unbeschreiblich war. Das Niebüller Publikum drückte seine Begeisterung mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln aus. Zuletzt stand es in den Stuhlreihen und spendete frenetischen Applaus, gemischt mit schrillen Pfiffen und Bravo-Rufen. Wer das versäumt hat, hat die wunderbaren Stimmen der charmantesten Tenöre versäumt, die jemals einen Fuß auf Niebüller Boden gesetzt haben, hat eine faszinierende Bühnenmalerei mit Licht verpasst, die ihresgleichen sucht. Stimmgewaltig wurde solo gesungen, im Duett, als Trio und Quartett und alle zusammen mit instrumentaler Begleitung und A-capella. Die Tenöre sangen sich mit einem Wahnsinnstempo und bis zum Schluss ohne Müdigkeitserscheinungen in die Herzen ihrer Zuhörer. Die perfekte Mischung aus verschiedenen Musikrichtungen kam an in Niebüll.

Schon durch ihren Willkommensgruß „Wir sind sehr begeistert vom Nordsee-Friesen-Spirit“ hatten die Konzertbesucher die charmanten „Jungs“ von Anfang an in ihr Herz geschlossen. Und die verlangten: „Mitsingen ist ein Muss.“ Das ließ sich das Publikum nicht zwei Mal sagen und schmetterte Refrains von „Sound of silence“, „Que Sera“, Lieder von „Abba“, den „Bee Gees“ und „Oh Happy Day“ aus vollen Kehlen mit. Vor allem das Nordseeküstenlied, das bezeugt, dass die Fische im Wasser und selten an Land sind, fand natürlich großen Gefallen.

Das Repertoire der magischen Tenöre umfasste 34 Lieder, klassische Arien genauso wie Rocksongs oder deutsche Schlager einschließlich der drei Zugaben „La Le Lu“, „Hey Jude“ und „Twist and Shout“. Beim letzteren ging dann endgültig die Post ab. Die jungen Künstler sprangen von der Bühne mitten hinein ins Publikum, schnappten sich verdutzte Zuhörerinnen und twisteten mit ihnen durch die Halle. Im ersten Programmteil war bereits der Finne Riku Rokkanen leichtfüßig von der Bühne gehüpft, um mit Marlene Petersen aus der ersten Reihe ein Tänzchen zu wagen, während seine „Kollegen“ singend ihre Sportlichkeit auf der Bühne unter Beweis stellten.

Die zweieinhalb Stunden vergingen viel zu schnell. „Ich hätte liebend gern noch weiter zuhören können“, erklärte Mette Carstensen, die mit Mann und Kindern aus Tondern angereist war. Sie fand schon den Einstieg mit „Granada“ traumhaft, den der Brite Josh Bellil zusammen mit seinen sieben Mitsängern mit Bravour meisterte. Die acht Tenöre Riku Rokkanen (Finnland), Josh Bellil (England), Luke Zdrenka (England), Constantine Andronikou (Zypern), Jack Montgomery (USA), Nik Parks (Irland), Christopher Todd (Schottland) und Afnan Iftikhar (Pakistan) verfügen alle über eine klassische Musik-, Stimm- und Schauspielausbildung. Sie haben trotz ihrer Jugend bereits in Opernhäusern, an Theatern und in Musicals und Filmen mitgewirkt.

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erstellt am 09.Feb.2014 | 13:04 Uhr

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