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Aktionen in Niebüll : Tausende zog es in die Innenstadt

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Mit dem InBeat-Musikfest und dem verkaufsoffenen Sonntag präsentierten sich die rund 10 000 Einwohner von ihrer besten Seite

Zwei Großereignisse setzten am Wochenende Tausende von Bürgern aus Stadt und Land in Bewegung. Am Sonnabend lockte das Musik-Festival „InBeat“ 2500 Besucher auf das Gelände der Jugendherberge. Gestern, am zweiten verkaufsoffenen Sonntag 2015, feierte sich Niebüll als die „Stadt der Vereine“.

Den Auftakt am Sonnabend machten die Friesentrommler, die eigentlichen „Urheber“ dieser Fete die bei einem „Trommel-Date“ an der Jugendherberge die Anregung äußerten, sowas mal in größerem Rahmen zu veranstalten. DHerbergsmutter Sabrina Kosinska war Feuer und Flamme. Andere wie die Mürwiker Werkstätten, das Diakonische Werk und etliche Unterstützer und Sponsoren machten auf vielfältige Weise mit. Mit „InBeat war auch ein trefflicher Name geboren. Was „Beat“ bedeutet, weiß man seit Jahrzehnten. Die Silbe „In“ lässt sich am besten mit Inklusion übersetzen – egal, ob soziologisch oder pädagogisch gemeint, doch allemal integrativ. Denn: An der Jugendherberge ging es auch „multi-kulti“ zu. RSH-Mann Carsten Kock, der die Fete zusammen mit Dirk Bork moderierte, sieht in „InBeat“ ein Mit-, Für- und Nebeneinander und auf keinen Fall ein Gegeneinander. Natürlich, meinte er, „wollen wie Spaß haben, Musik hören und uns auf lockere Art zusammen tun“.

So verlief das Festival an der Jugendherberge dann auch: gut organsiert, von vielen Helfern unterstützt, von einem freundlichen Publikum genossen und von schönem Spätsommerwetter begünstigt. Bürgermeister Wilfried Bockholt übernahm die Schirmherrschaft. „Von zehn bis zehn“ herrschte lebhaftes Kommen und Gehen. Auf der mobilen Bühne reihte sich Auftritt an Auftritt. Von nah und weither waren sie gekommen, die Bands, Sänger und Interpreten sowie viele der Besucher, unter ihnen auch eine Gruppe aus Tansania. Die „Mürwiker Band“ rockte zuerst ab, die einheimischen Jungs von „Land in Sich“ beendeten den musikalischen Rahmen, den im Programmfinale auch noch die Akteure von „Nordiske Brann“ mit ihrer Feuershow bereicherten. Was 2013 und jetzt über die Bühne ging, soll in Abständen von zwei Jahren fortgesetzt werden.

Der verkaufsoffene Sonntag begann mit einem ökumenischen Zeltgottesdienst auf dem Rathausplatz aller fünf in der Stadt vertretenen Kirchen. Für das bei dem großen Andrang viel zu kleine Zelt fand Pastor Dr. Christian A. Winter diese Erklärung: „Es hat geregnet. Dadurch ist das Zelt ein wenig eingelaufen.“ Gähnend leer wäre auch ein großes Zelt nicht geworden. Denn: Zum Auftakt der Aktivitäten setzte auf Anhieb ein großer Besucheransturm ein. Kurze Zeit nach Ende des Gottesdienstes war die Stadt „voll“. Nach und nach mögen mehrere Tausend Leute aus Stadt und Land gekommen sein. Darüber zeigte sich Heinz. H. Christiansen, der Vorsitzende des gastgebenden HGV besonders erfreut. Er sieht den verkaufsoffenen Sonntag als große Belebung für die Innenstadt. Außerdem spiele auch das Wetter seine Rolle mit. Der gestrige Sonntag begann zwar regnerisch. Doch hellte sich der Himmel zur Mittagsstunde hin wieder auf. Außerdem stand der Tag unter dem Motto „Stadt der Vereine“. An die 40 örtliche Vereine, Einrichtungen und Institutionen lockten ohnehin schon viele Besucher in die Innenstadt. Sie machten deutlich, wie lebendig Niebüll ist.

Mit von der Partie war der HGV selbst. Er präsentierte eine zwar unsichtbare, jedoch gleichwohl bedeutsame Neuheit, die in Niebüll im Aufbau begriffen ist: das so genannte WLAN ( = Kürzel für Wireless Local Area Network). Auf die Stadt bezogen ist das ein drahtloses Funknetz, das mobile und flexible Arbeitsbedingungen ermöglicht.

Aufzuzählen, was die Vereine und alle Beteiligten an diesem Tag zu bieten hatten, dafür fehlt an dieser Stelle der Platz. Sie nutzten die Möglichkeit, sich zu zeigen und für sich zu werben. HGV-Chef Christiansen, seit drei Jahren in diesem Amt, unterstützt von seinen beiden Stellvertretern Martensen und Jacobsen, hatte an seinem Stand auch Gelegenheiten zuhauf zu erklärten, welch eine Bedeutung so ein Tag wie der gestrige für die örtliche Kaufmannschaft hat.

Gelegenheit zum Einkauf gab es in der Zeit von 11 bis 17 Uhr. Reges Kommen und Gehen galt auch für die Fachgeschäfte. Viele von ihnen waren mit ihren Offerten „vor die Tür“ gegangen, zumal auch das Wetter einlud, draußen Platz zu nehmen, wie an der sonnigen Ecke bei Martensen.

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erstellt am 21.Sep.2015 | 05:00 Uhr

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