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Schönes Leck : Tausende Frühlingsblüher für Leck

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Verschönerungsverein der Gemeinde Leck zählt 140 Mitglieder / Verein will am Kemper Graben ein Biotop mit Teichanlage realisieren

Vor 134 Jahren bewiesen elf Gründungsmitglieder Weitsicht, denn noch heute setzt sich der Verschönerungsverein Leck und Umgebung von 1881 nicht nur dafür ein, dass alles im Ort grünt und blüht. Das Engagement gilt ebenso der Erhaltung der Landschaft und Natur. Die sichtbaren Ergebnisse haben die Gemeinde dazu gemacht, was sie ist: das grüne Herz Nordfrieslands.

Mit den Aktivitäten im Jahr 2014 haben sich die über 140 Mitglieder allerdings ein wenig zurückgehalten. Man wolle sparen für größere Projekte, hieß es auf der Jahresversammlung. Auf diesem Wege ist der Verein ein gutes Stück vorangekommen. Kassenwart Peter Herrmannsen legte die Finanzen dar, die ein gutes Plus auswiesen. Untätig waren die Mitglieder aber nicht. Wie Vorsitzender Dieter Feddersen auflistete, wurden in den Grünflächen an den Straßenrändern weitere 10  000 Narzissen nachgepflanzt. Mit dieser Aktion begonnen hatte man 2003, und die Zahl der Frühlingsblüher erhöhte sich bis jetzt auf 90  000. Etliches zu tun gab es auch in dem 2006 neu angelegten Bürger- und Erlebnispark am Kemper Graben. Inzwischen haben dort rund 340 Bäume und Büsche ihren Platz gefunden. Im Berichtsjahr wurden einige eingegangene, von Bürgern gespendete Bäume erneuert. Um dem ständigen Rindenverbiss vorzubeugen, erhielten die Neuanpflanzungen als Schutz eine Umwicklung mit Maschendraht. Vorhandener Verbiss wurde mit Rindenschutzpaste versehen. „Wir hoffen, diese Bäume noch zu retten“, sagte Dieter Feddersen. Die Pflegemaßnahmen auf den Wegen und Grünflächen liegen in den Händen des Bauhofes: „Die Zusammenarbeit klappt einwandfrei!“

Auf dem großen Parkareal möchte der Verein ein Biotop mit einer Teichanlage realisieren. Das „Nein“ der Unteren Naturschutzbehörde will der Verein jedoch nicht gelten lassen und hakte im Berichtsjahr nach. Dieter Feddersen trug noch einmal die Planvorstellung vor: Die nördliche Binsenfläche in ein Teich-Biotop so anzulegen, so dass die gesamte Fläche eine Einheit als Biotop zu sehen ist, aber auch im Winter von Schlittschuhfahrern genutzt werden kann. Auch soll ein Rundwanderweg an das vorhandene Wegenetz mit entsprechenden Ruhezonen entstehen. Jetzt begrüßte die Umwelt- und Naturschutzbehörde das Vorhaben und empfahl, einen Fachplaner zu beauftragen.

Mit der Arbeit des Vorstandes zeigten sich die Anwesenden zufrieden und bestätigten in ihren Ämtern: 2. Vorsitzenden Ernst Jarmer, Schriftführer Otto Gressmann sowie die Beisitzer Bernd Andresen und Jens Carstensen. Besonders gedachten die Mitglieder dem verstorbenen Ehrenvorsitzenden Hans Feddersen und dankten ihm für über 30 Jahre erfolgreichen Wirkens. „Er hat sich um die Verschönerung unseres Ortes verdient gemacht. Als Dank und zur Erinnerung werden wir einen Baum im neuen Park pflanzen“, sagte Dieter Feddersen. Abschließend ließen sich die Anwesenden vom Kreisvorsitzenden Hans-Jürgen Mewes über „70 Jahre Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Entstehung und Ziele“ informieren.


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erstellt am 04.Apr.2015 | 05:00 Uhr

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