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Friesen Open Air : Tanzfreudiges Publikum feiert Festival in Niebüll

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Regen zieht rechtzeitig zum Start des Musik-Events ab – Zuschauer zeigten sich begeistert von Bands und Licht-Show.

shz.de von
erstellt am 24.Jul.2017 | 10:40 Uhr

Es gab am Sonnabend wohl kaum jemanden, der nicht besorgt den Wetterbericht studierte oder sich beim Blick in den Himmel fragte, was das 3. Friesen Open Air wohl wettertechnisch für Überraschungen bereithalten würde. Jeder Regenschirm, jede wasserdichte Jacke erwiesen sich dann im Laufe des Abends jedoch als überflüssiger Ballast. Das Team rund um Veranstalter Mike Eichhorn, die vielen Sponsoren und nicht zuletzt der OBI-Baumarkt, der die Festival-Lokalität zur Verfüngung stellte, wurden belohnt für ihr Engagement. Pünktlich klart der Himmel auf, stellenweise kommt die Sonne durch und das Festival startet durch.

Den Opener macht die regionale Band „The Right Season“ aus Leck. Den meisten Zuhörern bekannt von Auftritten beim Antigewalt-Konzert in Leck, beim Inklusionsfestival und dem Hauptstraßenvergnügen in Niebüll oder auch der Kieler Woche. Mit schnörkelosem Rock von kompromisslos bis melodisch zog es die eintreffenden Besucher vor die Bühne. Naturgegeben ist es immer eine etwas undankbare Aufgabe, als erste Band zu spielen, da die Masse der Festivalgäste noch im Anmarsch war. Aber professionell und mit viel Spielfreude können die Musiker aus der Region das Publikum überzeugen.

Und dann meldet der automatische Erdbebenmonitor der GFZ Potsdam auch schon erste Erschütterungen im Bereich Nordfriesland. „Der Fall Böse“, die durch etliche Auftritte im Charlottenhof bekannte Hamburger Band – genauer gesagt aus St. Pauli – tritt in Aktion. Ungeheuer dynamisch, wummernde Bässe, Saxophon-Soli, die sieben Vollblutmusiker werden ihrem Anspruch als „kompromisslose Rock`n `Roll-Blues-Punk-Tanzband“ voll gerecht. Facettenreich und energiegeladen, da fällt es schwer, die Füße stillzuhalten.

Die Zuschauermenge verlagert sich nun zunehmend vor die Bühne. Die einsetzende Dunkelheit sorgt dafür, dass die hervorragende Bühnen-Lightshow immer besser zur Wirkung kommt. Nichts war zu spüren von dem nahenden Ende der Band, die sich am 29. September im Grünspan Hamburg bei ihrem letzten Fest von den Fans verabschieden wird. Aber vorher wird noch einmal am 30. August im Charlottenhof in Klanxbüll gefeiert richtig gefeiert.

Und dann kommen sie, Deutschlands einzige Seeed-Tribute-Band, die „Music Monks“ und heizen den inzwischen absolut feierwilligen Nordfriesen endgültig richtig ein. Elf professionelle und leidenschaftliche Musiker bringen es erbarmungslos auf den Punkt: „Raggae, Ska, Funk und eine Wagenladung Hip Hop“, dominiert von der dreiköpfigen Frontrow, angetrieben von einer fett groovenden Band mit herausragendem Bläsersatz und Songs die man glaubt, auf allen Sendern schon einmal gehört zu haben. Und wie beim Original wird der Bass zelebriert, massiert die Ohren und bringt die Nordfriesen so richtig in Wallung. Unwillkürlich fragen sich viele, wie sollen die noch getoppt werden?

Die Antwort gaben die „Atomic Playboys“ aus Hamburg. Die Stimmung inzwischen auf dem Höhepunkt, verleitet Frontman Sascha, den Niebüll ebenfalls vom Hauptstraßenvergnügen kennt, zu der Frage „Was ist denn hier los, hat man Euch etwas ins Trinkwasser getan?“ Schrille Outfits, geschminkte Gesichter, ein Repertoire von Rock bis Pop und alles mit sattem Sound und rockigem Fundament gecovert – einfach zum Abfeiern.

Es hätte die ganze Nacht so weitergehen können. Das allerdings haben eventuell nicht alle gedacht, denn der Ostwind sorgt für die Beschallung eines ganzen Teils von Niebüll. Andererseits, wenn es gewittert hätte wäre das auch nicht viel leiser gewesen.

 









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