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Tanz- und Shownacht : Tanzende Energiebündel begeisterten

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Bei der 2. Niebüller Tanz- und Shownacht erlebten die Besucher in der ausverkauften Stadthalle Profis wie Ekaterina Leonova und Stefan Erdmann

Nach dem tollen Einstand bei der Wiederbelebung großer Niebüller Tanzveranstaltungen 2014 durch die Tanzpädagogin Sonja Stümer nun ein weiterer Erfolg bei der 2. Niebüller Tanz- und Shownacht: In der restlos ausverkauften Stadthalle am Wochenende jagte ein Highlight das andere. Stars des Abends waren aus dem Fernsehen und der Wettkampfszene des bundesdeutschen Turniertanzes bekannte Akteure. Aber auch die einheimische Tanz- und Musikszene stand den Profis um keinen Deut nach.

Festliches Ambiente bereits beim Antritt zum Festabend: Die Damen mit viel Chic gestylt und ihre männliche Gefolgschaft – egal ob mit oder ohne Krawatte – in angemessener Kleidung. Der „alltägliche Nordfriese“ war kaum wiederzuerkennen. Und allen war gemein, dass sie in bester Laune erschienen und dem Lauf des Abends erwartungsvoll entgegensahen. Und sie wurden auch nicht enttäuscht.

Sonja Stümer, Gastgeberin, Akteurin, Ansagerin und Moderatorin in persona, gab sich überglücklich angesichts des festlichen Rahmens und ihrer gut gelaunten Gäste aus Niebüll, der Region und von weiter her. Sie warf ihnen allen Kusshände zu und schaffte es sogar, das Mikro mit seinen akustischen Kapazitäten zu überfordern. Tanzen, wie man die „festgelegte Bewegung zu Musik“ in vielfältiger Form erlebt, kann Sonja Stümer ebenfalls. Das zierliche Energiebündel tanzte mit seinem Partner Timo Breuer das Opening des Abends mit einem „Lyrical“ zum „Halelujah“ der von Frank Bernstein-Jensen dirigierten Hale-Pop-Singers.

Danach ging es Schlag auf Schlag weiter. Gesang-Talent Leena Bodin, Schülerin am Friedrich-Paulsen-Gymnasium, sang Hits aus bekannten Musicals, musste eine Zugabe draufgeben und wurde mit viel Applaus belohnt. Und danach der erste Auftritt von Ekaterina Leonova. Die 28-jährige Russin aus Wolgograd (2008 auch zur Miss ihrer Heimatstadt gekürt) ist bekannt aus der RTL-Sendung „Let’s dance“ und schaffte beim jüngsten Wettbewerb ihrer bisherigen drei Auftritte mit Olympiasieger Matthias Steiner Platz 3. In der Stadthalle trat sie mit ihrem in Niebüll bereits bekannten Partner Stefan Erdmann auf, der im vergangenen Jahr Sarah Latonn aufs Parkett geführt hatte. Das Paar tanzt Passagen aus seinem Latein-Repertoire und gab bei einem zweiten Auftritt auch noch einen Schuss „Jive“ drauf. Ekaterina Leonova lebt seit zehn Jahren in Deutschland und arbeitet, wenn sie nicht gerade tänzerisch mit ihrem Partner Paul Lorenz (wie beim Worldcup 2012) aktiv ist, als Tanzpädagogin.

Einen weiteren tänzerischen Leckerbissen lieferte das Nachwuchspaar Jens Ehrentüch/Leonie Müller-Frerich aus Dortmund. Die beiden – er als Kaufmann tätig, sie als Studienrätin an einem Dortmunder Gymnasium – tanzten Standard in Vollendung und machten Appetit, das klassische Angebot aus der Tanzschule aufzufrischen.

Nach Mitternacht dann ein weiteres Highlight, dem man lange „entgegengetuschelt“ hatte. Dem Auftritt der amtierenden Weltmeisterformation im Videoclip/HipHop „Move It Up“. Einmal mehr begeisterten die explosiv „zentimetergenau“ und exakt harmonisch vorgetragenen Bilder einer pfiffigen Choreo zu zeitgemäß hämmernden Rhythmen. Dementsprechend reagierte das immer noch nicht müde gewordene Publikum mit geradezu frenetischem Beifall, in den auch die Szene der Tanzlehrer-Kollegen aus Köln, Dortmund und Düsseldorf einstimmte. Überhaupt zollten die Berufskollegen der Niebüllerin Sonja Stümer und der „nordfriesischen Szenerie“ („Was die hier so auf die Beine stellen“) großes Lob.

Die Move-It-Up-Formation indes fiebert schon jetzt der nächsten WM 2017 in Paris entgegen. Dazu Sonja Stümer: „Wir müssen abwarten, ob sie angesichts der aktuellen Ereignisse dort auch stattfinden kann.“

Zum Tanz spielte erneut die Rendsburger Rolf-Dreeßen-Band auf, servierte taktgerechte Musik, nach der sich auch Profis bewegen können. Dass das Unternehmen „Tanz- und Shownacht“ überhaupt stattfinden konnte, dafür hatte Sonja Stümer Förderer an ihrer Seite wie die Stadt, Danisco, den HGV, das Friesencenter, die Feuerwehr und den TSV. Gefeiert wurde auch für einen guten Zweck, denn was an Überschuss erwirtschaftet wurde, geht an die heimische Regionalgruppe der Deutschen Parkinson-Vereinigung.

Unterm Strich: Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Und weil sie so vielen Menschen dieser Region Freude und Vergnügen bereitete, verdient sie eigentlich einen jährlichen Termin im Niebüller Veranstaltungskalender. Doch plant Sonja Stümer, sie künftig nur alle zwei Jahre stattfinden zu lassen. Erstens: wegen der mühevollen Vorbereitungen. Zweitens: soll diese Veranstaltung eine Besonderheit bleiben.

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erstellt am 15.Nov.2015 | 13:46 Uhr

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