zur Navigation springen
Nordfriesland Tageblatt

24. Oktober 2017 | 03:10 Uhr

Reggae : Tanz – und Du vergisst Deine Sorgen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Papa Boye and the Relatives standen im Charlottenhof auf der Bühne / Viele Reggae-Freunde fanden den Weg nach Klanxbüll

Reggae im Charlottenhof: Das hat schon Tradition, ein volles Haus ist garantiert. Papa Boye and the Relatives aus Rendsburg überzeugten mit altbekannten Klassikern und Roots-Musikalität. Die Botschaft war klar: Wer sich bewegt, hat mehr vom Leben, vergisst dabei alle Sorgen. Die Tanzparty vor der Bühne startete daher bei den ersten Klängen. Dieses Mal gab es viele jüngere Fans, auch die Sylter Rastafaris traten an. „Super“, lautete der Kommentar der Fangemeinde aus Morsum. Der Charlottenhof wurde an diesem Abend zur hemdsärmeligen „Duz-Zone“.

Papa Boye verwöhnte die Damenwelt derweil mit Augenaufschlag und energisch vorgetragenem „Do you feel alright?“ Als er nicht schnell genug wieder begann mit seiner Truppe, gab es sogar leise Kritik. „Alwrong“, kalauerte ein Gast verwegen in Jamaica-Slang. Der eigene Musikmix aus Calypso, Afro-Beat, Pop und R&B erwärmte in der ersten Runde die Herzen, doch die Betriebstemperatur war noch nicht auf vollen Touren. „Der Funke fehlt noch“, meinte eine Tanzlady aus der ersten Reihe. Das änderte sich schlagartig nach der Pause. „No woman, no cry“ sangen seltsamerweise auch die Frauen mit; die Männer sowieso. Hits wie „Coconut woman“ oder „I Shot The Sheriff“ ließen die Füße glühen. Die üblichen reggaetypischen Wackelbewegungen wurden nun verstärkt.

Ein Tanzbär in Strandoutfit versuchter den Kontakt zu den tanzenden Frauen aufzubauen und hielt das mitgesungenen „Wild world“ für die passende Botschaft. Immerhin erntete er ein Lächeln, womit sich der Abend schon gelohnt haben dürfte. „Gimme hope Jo'anna, before the morning come!“ Schlagzeuger Assie Dee, der auch als Sänger brillierte, bekam ebenso wie die anderen Musiker sein Solo. Spunky interpretierte teilweise frei an der Gitarre, überlagerte wie Jimi Hendrix einige Songs, so dass die Ohren davonflogen. Mr. Hope hatte inzwischen den Bass übernommen und schlug in die Saiten wie ein Scheunendrescher. Sänger Spunky übernahm es, die Zuschauer richtig in Fahrt zu bringen. Das berühmte „Oijoijoijoi“ hatte so am späten Abend endlich Hochkonjunktur; damit ging es leider dem Ende entgegen. Mit John Lennons „Imagine“ wurde der Weltfrieden in die Klanxbüller Nacht hinausgesungen. Viel Beifall, glückliche Gesichter, perfekte Party.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen