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Nordfriesland Tageblatt

21. Oktober 2017 | 05:49 Uhr

Pläne : Tanklöschfahrzeug wird ersetzt

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Der Niebüller Feuerschutz-Ausschuss will 410000 Euro in ein moderneres Einsatzfahrzeug investieren. Benötigt wird ein sogenanntes Hilfeleistungslöschfahrzeug.

shz.de von
erstellt am 07.Okt.2013 | 06:30 Uhr

Der Stadt steht für das kommende Jahr eine weitere große Anschaffung für ihre Feuerwehr ins Haus. Hierbei handelt es sich um einen Ersatz für das 24 Jahre alte Tanklöschfahrzeug TLF 16/24, für das ein neues Fahrzeug des Typs HLF 20/16 vorgesehen ist. Wie Gemeindewehrführer Uwe Mussack in der ersten Sitzung des Feuerschutz-Ausschusses mitteilte, wird die Ausschreibung derzeit vorbereitet, und soll durch das Gebäudemanagement Schleswig-Holstein (GMSH) erfolgen – eine Anstalt des öffentlichen Rechts, die aufwändige Dienstleistungen bei staatlichen Beschaffungen übernimmt. Das neue Fahrzeug soll 410 000 Euro kosten. Im laufenden Haushalt sind bereits 100 000 Euro vorgesehen, 310 000 Euro im Etat 2014.

Der „Tanker“ der Freiwilligen Feuerwehr Niebüll-Deezbüll ist zwar trotz seines Alters dank der guten Pflege durch Gerätewart Uwe Plakties noch in einem Topzustand. Doch was die inzwischen gestiegenen Anforderungen auf technischer Ebene angeht, ist diese Fahrzeugeinheit längst in die Jahre gekommen und nicht mehr zeitgemäß. Es soll nach Lieferung des Ersatzes in die Reserve rücken, bis über seine weitere Verwendung entschieden ist.

Das neue Fahrzeug, ein sogenanntes Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug (HLF), wird wie sein Vorgänger, bei Einsätzen stets als erstes Fahrzeug ausrücken. Nachdem sich das Verwendungsspektrum weiter vom Brandschutz zur technischen Hilfe verschoben hat, ist das HLF entsprechend ausgestattet: Es hat 2000 Liter Wasser und 120 Liter Schaummittel an Bord, ferner Rettungsschere und Rettungsspreizer, Motorsäge, Notstromaggregat, Beleuchtung und diverses Kleingerät – und ist somit das vielseitigste Fahrzeug des deutschen Feuerwehrwesens.

In einem weiteren Punkt der Tagesordnung klangen erste Gedanken darüber an, auf welche Weise man ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleuten „etwas Gutes“ tun kann. Anstoß hierfür gab die Timmendorfer Feuerwehr, die aus einem dementsprechenden Feuerwehr-Bundeswettbewerb als Nummer eins hervorging. „Feuerwehrleute finden und binden“ lautete etwa die Devise des Wettbewerbs. Was man auch in Niebüll tun kann, darüber soll jetzt nachgedacht werden, nachdem Einsatzkräfte der Feuerwehr bereits unfallversichert sind. Damit soll es aber nicht genug sein. Es soll auch über Vergünstigungen im öffentlichen Raum und bei Veranstaltungen sinniert werden.

Uwe Mussack gab dem Feuerschutz-Ausschuss einen kurzen Überblick. Danach sind die städtischen Wehren personell gut ausgestattet: die FF Langstoft mit 33 und Niebüll-Deezbüll mit 77 männlichen und vier weiblichen Einsatzkräften – und einer 35-köpfigen Jugendfeuerwehr. In diesem Jahr wurden bisher 116 Einsätze gefahren – je zur Hälfte zu Bränden sowie technischen Hilfen wie Unfällen und zunehmend häufigen Türöffnungen und etlichen Fehlalarmen. Mit Geräten und sonstiger Ausrüstung seien die Wehren gut versorgt.

 

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