Umfrage im Video : Tag des Kusses: Heute schon geknutscht?

Der grenzenlose Kuss: Ein Fan aus Spanien küsst einen weiblichen Fan aus Portugal.
Küssen ist gesund.

Fakten rund ums Knutschen und die Frage: Wie war Ihr erster Kuss?

shz.de von
06. Juli 2018, 10:00 Uhr

US-Forscher haben herausgefunden, dass Menschen, die sich morgens mit einem Schmatz von ihren Liebsten verabschieden, beruflich erfolgreicher sind und weniger Unfälle bauen. Das liegt Psychologen zufolge aber nicht nur am Kuss allein, sondern am positiven Start in den Tag. Ebenfalls positiv ist die Erinnerung an den ersten Kuss.

 

Wissenschaftlich betrachtet halten manche Forscher Küsse für die Liebe unentbehrlich – sogar wichtiger als Sex. „Wenn ein Paar aufhört zu küssen, sind sie innerlich schon dabei, sich zu trennen“, sagt der Berliner Psychologe und Buchautor Wolfgang Krüger.

Nicht zu unterschätzen zum Tag des Kusses am 6. Juli, der laut Wikipedia in den 90er Jahren in Großbritannien etabliert wurde, ist neben aller Romantik die Chemie. Erst in den vergangenen Jahrzehnten spürten Wissenschaftler den chemischen Grundlagen im Körper nach. Ein Ergebnis: Die Lust aufs Küssen entsteht durch das Zusammenspiel einer Vielzahl von Hormonen – und hat neben dem Wohlfühleffekt offenbar auch Vorteile für die Gesundheit.

Ein paar Beispiele?

Die Pulsfrequenz steigt und der Stoffwechsel verbessert sich. Vielküsser könnten dadurch weniger anfällig für Bluthochdruck und Depressionen sein, hieß es schon vor 15 Jahren in einer Untersuchung zum deutschen Jahr der Chemie. Und ein leidenschaftlicher Kuss gibt aus wissenschaftlicher Sicht den gleichen Kick wie 25 Gramm Schokolade – mit einem Vorteil: Er macht nicht dick.

Nach Umfragen verteilen die Deutschen im Durchschnitt täglich zwei bis drei Bussis. Mit 70 Jahren haben sie damit hochgerechnet 76 Tage lang geküsst.

Und wann ist ein Kuss ein guter Kuss in Sachen Liebe?

„Küssen setzt zum einen Spürsinn voraus“, sagt Krüger. „Man muss spüren, was dem anderen gefällt, seine sinnlichen Botschaften aufnehmen, quasi mit ihm reden.“ Küsse seien Gespräche der Lippen und der Zunge. „Es ist der sinnlichste und intimste körperliche Austausch, den wir kennen“, ergänzt er. „Sex kann distanziert sein, aber intensive Küsse sind immer eine sehr intime Form der Annäherung.“ Vom sehr zarten Kuss bis zum leidenschaftlichen, fast gierigen gebe es unzählige Melodien. Und noch etwas Positives: Wer gern und oft küsst, ist laut Forschung glücklicher und lebt fünf Jahre länger.

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