Südtondern Tafel : Tafel bleibt unverzichtbar

Zufrieden: v. li. Schriftführerin Erika Spaude, der Vorsitzende Reimer Bock und seine Stellvertreterin Christine Sawinski.
Zufrieden: v. li. Schriftführerin Erika Spaude, der Vorsitzende Reimer Bock und seine Stellvertreterin Christine Sawinski.

Mehr als 20.000 Menschen im Amtsbereich profitierten 2017 von der Einrichtung. Es sind Investitionen in die Lecker Ausgabestelle geplant.

shz.de von
18. Juni 2018, 08:55 Uhr

Die Tafel Südtondern verzeichnete 2017 leicht rückläufige Zahlen bei den Abholern. Das glich sich allerdings mit dem erhöhten Anteil von Familienmitgliedern, die versorgt werden mussten, aus. „Wir haben 7317 Kunden unterstützt. Profitiert davon haben im Amtsbereich Südtondern 20 014 Familienangehörige – eine stattliche Zahl“, rechnete der Vorsitzender Reimer Bock vor.

Seit gut sechseinhalb Jahren versorgt die Tafel Südtondern in ihren Ausgabestellen in Leck und Niebüll Bedürftige mit Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs. Dass die Notwendigkeit der Einrichtung nach wie vor besteht, ist unumstritten. „Wieder liegt ein Jahr voller intensiver und sozialer Arbeit hinter uns“, sagte Bock. Der Vorsitzende fand viele Worte des Lobes für seine Mitglieder und insbesondere für die mehr als 50 Helfer in den beiden Ausgabestellen. Er sprach von reibungslosem und vorbildlichem Einsatz, von Zuverlässigkeit und von Freude, mit anzupacken. Seine Dankbarkeit galt ebenso den vielen privaten Spendern und Firmen für finanzielle Hilfe. Dankbar ist Reimer Bock auch für die Anerkennung der Tafel in der Gesellschaft, in der Verwaltung und bei den Kommunalpolitikern.

Er erinnerte an herausragende Ereignisse wie die Spendenaktion „Ein Teil mehr“ vom Ladies Circle Niebüll. Sechs Kraftfahrer haben ein Fahrtraining von der Tafel-Stiftung Schleswig-Holstein absolviert, zwei weiteren steht das bevor. Im September 2017 konnte das neue Kühlfahrzeug mit Stehhöhe für 70 000 Euro dank großzügiger Sponsoren in Empfang genommen werden. Den größten Batzen hatte die Firma Daimler AG Berlin übernommen. Die Lidl-Stiftung, der Lions Club Südtondern, die VR-Bank-Stiftung Niebüll sowie der Bürgerwindpark Südtondern ermöglichten es der Tafel, ohne Kreditaufnahme den Rest in Höhe von knapp 11 500 Euro zu bezahlen. „Nach neun Monaten mit dem Sprinter ist bewiesen, dass die Entscheidung für die Anschaffung richtig war“, untermauerte Bock. Es fanden sich weitere Sponsoren für die Vergrößerung des Tores in der Ausgabestelle Leck. Das erste „Glücksbringer“-Fahrzeug hat seinen Standort jetzt in Niebüll.

Der Tafel-Vorsitzende richtete seinen Blick gleichfalls in die Zukunft. So soll der Betriebshof in Leck befestigt werden, die Ausgabestelle einen Innen- und Außenanstrich sowie einen neuen Fußboden erhalten. Kosten, Fördersummen und Spenden lieferte Bock bis auf den Cent gleich mit. Warum Maßnahmen nur für die Ausgabestelle Leck vorgesehen sind, erklärte er so: „Das ist unser Eigentum und das müssen wir selber fit halten“. Die Ausgabestelle in Niebüll gehöre der Stadt und sei in sehr gutem Zustand. „Da werden wir hervorragend und unkompliziert von Stadt und Amt unterstützt.“

Kassenführer Bernd Michaelis legte einen positiven Jahresabschluss vor. Dem gesamten Vorstand wurde ein gutes, engagiertes Arbeiten bescheinigt, allen voran Reimer Bock. Bei den Wahlen wurden die stellvertretende Vorsitzende Christine Sawinski sowie Schriftführerin Erika Spaude bestätigt. Beisitzerin bleibt Iris Klima, neuer Beisitzer ist Jürgen Ley. Anerkennende Worte gab es von Lecks Bürgermeister und dem stellvertretenden Amtsdirektor Andreas Deidert: „Die Wertschätzung des Amtes ist genauso groß wie die der Gemeinden, die von der Tafel gut haben.“


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