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Südtonderns Musikschüler zeigen ihre Klangkunst

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Schüler der Kreismusikschulen boten den Besuchern der Christuskirche ein abwechslungsreiches Konzert mit viel Leidenschaft

Die rund 60 Schülerinnen und Schüler der Kreismusikschule aus dem Raum Südtondern mit Schwerpunkt Risum-Lindholm präsentierten am Sonnabend in der Christuskirche ihr Können.

Musikpädagogin Christine Burkard hatte die Auswahl der Stücke getroffen, den Abend organisiert und vorbereitet. Ihr zur Seite standen weitere Lehrer wie die Flötistin Gabi Kuhlmann, Percussionist Per Oehlschlägel, Sängerin Kerstin Bogensee, Saxophonist Thomas Vester und Sören Ullrich, der die Geiger betreut. Instrumente wie Gitarre, Harfe, Quer- und Blockflöte, Klavier, Violine und Klarinette waren in immer neuen Besetzungen und Variationen zu genießen. Das poppige Begrüßungslied durch alle Teilnehmer sorgte für die passende Einstimmung. Nach fröhlichem Gesang und Heavy Stuff ging es weiter mit mitreißendem Gitarrenswing der 50er Jahre, der gute Laune erzeugte. Die jungen Musikerinnen Wiebke und Christine boten ein eigens ausgesuchtes Gesangsstück, ein lyrischer Popsong, der unter die Haut ging und viel Beifall hervorrief. Ein bretonisches Tanzstück bot Abwechslung, bevor es mit einem Marsch weiterging. Es folgte ein fröhlicher schottischer Reel für alle Instrumente, ehe ein Stück für Melancholie durch intensive Harfenklänge berührte. Auch in diesem Stück standen die Harfen mit der fabelhaften Hannah im Blickpunkt, der schottische Tanz kam etwas leichter daher. Danach kamen die zehn Geiger zu ihrem Auftritt; nach einer wunderbaren Suite von Bach setzte ein verjazzter Gospel einen kongenialen Kontrapunkt.

Hanna und Lina setzten mit Adeles berühmten „Table-Song“ dann noch einen drauf. Abwechslung gab es genügend: Die Querflöten der fünf Musikschüler ließen die barocken Kompositionen von Telemann lebendig werden; die im Lernprozess fortgeschrittenen Gitarristen – vierzehn an der Zahl – boten in der Nachfolge ein wundervolles barockes Präludium.

Ein zehnköpfiges Mädchen-Vokalensemble (11 bis 19 Jahre) hatte sich mit Kerstin Bogensee auf ein Popstück von David Guetta mit dem Titel „Lovers on the Sun“ gestürzt: Mit viel gesanglicher Energie und Einfühlsamkeit wurde es perfekt umgesetzt. Sehr ausgefallen war auch ein Folkjazzstück mit dem Titel „Timedriver“. Hier bewiesen die Gitarristen noch einmal ihre Fingerfertigkeit. Bei einer Rumba gingen besonders Flöten und Gitarren eine wundervolle Verbindung ein, ehe zum Abschluss noch einmal alle Musiker zu „Not here“ zusammenmusizierten. Ein Blues, der die Geiger spontan zum Einsatz animierte und ein Extralob verdiente. Die Vokaltruppe hielt das erreichte hohe Niveau und präsentierte den Stingsong „Fields of Gold“; ein Lied zum Mitsummen. Instrumental ging es in die Schlussoffensive mit „Pacific Express“ einigermaßen stürmisch, und am Ende wurde es mit „Flute Jumping“ angenehm poppig. Höhepunkt und Abschluss dann der „verrückte Affe“; hier legten sich die jungen Musiker zwischen sechs und 20 Jahren noch einmal richtig ins Zeug. Der große Beifall belegte den Erfolg der monatelangen Mühen. Es war ein mitreißendes Konzert. Leiterin Christine Burkard freute sich ebenso wie Lehrer und Schüler über den Zuspruch durch das Publikum. Das rund anderthalbstündige Konzert war ein weiterer Beweis für die Leidenschaft der jungen Nordfriesen für Musik – vor allem für selbsterarbeitete Musik am eigenen Instrument.

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