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Nordfriesland Tageblatt

14. Dezember 2017 | 11:27 Uhr

Europawahl : Südtondern hat die Wahl

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Europawahl steht vor der Tür: Am Sonntag, 25. Mai, werden die Mitglieder des Europäischen Parlaments gewählt

von
erstellt am 16.Mai.2014 | 05:15 Uhr

Die Europawahl steht vor der Tür: Am Sonntag, 25. Mai, werden die Mitglieder des Europäischen Parlaments gewählt. Auch in Südtondern wird dann entschieden, wer fortan in Straßburg Politik machen darf. Schon jetzt sind 32 000 Wahlberechtigte vom Amt Südtondern angeschrieben worden. Wie sich zeigt, ist auch diesmal das Interesse an der Briefwahl hoch: „Wir haben schon 1 400 Briefwahlanträge erhalten“, berichtet Lars Feddersen, der die Europawahl für das Amt Südtondern koordiniert. „Der Anteil der Briefwähler steigt.“ Auf der einen Seite sei es für viele Bürger einfach bequemer, ihre Stimme per Post abzugeben, vermutet Feddersen. Auf der anderen Seite könne man so schon vorab einen ausgiebigen Blick auf den langen Wahlzettel werfen, bevor man sein Kreuz mache. Noch bis Freitag, 23. Mai, 18 Uhr, kann die Wahl per Brief beantragt werden. In Härtefällen auch noch am Wahltag bis 15 Uhr.

Bereits wie vor fünf Jahren rechnet man in der Verwaltung mit einer eher mäßigen Wahlbeteiligung: „Ich schätze wir werden so bei 30 Prozent – plus minus eins – liegen“, schätzt Lars Feddersen. Generell sei aber zu beobachten, dass das Interesse der Wähler bei der Europawahl an die Urne zu treten noch geringer sei als bei Kommunal- oder Bundestagswahlen.

Die 32 000 Wahlberechtigten können am Wahltag ihr Kreuz in einem der 42 Wahllokale in Südtondern machen. Im Regelfall sollen diese Orte auch für Rollstuhlfahrer und andere Beeinträchtigte ohne Probleme anzusteuern sein. Im vergangenen Jahr zur Bundestagswahl war das nicht überall der Fall gewesen. So klagte damals der örtliche Sozialverband darüber, dass in Aventoft auf der Wahlbenachrichtigungskarte beim Feuerwehrhaus als Wahllokal „Barrierefrei“ mit dem entsprechenden Zeichen angeben war. Vor Ort gab es zwar nur eine Stufe, die aber für Rollstuhlfahrer nicht überwindbar gewesen sei. In diesem Jahr zur Europawahl haben die Organisatoren das Problem fest im Blick: „Die Barrierefreiheit wird an allen Wahlstätten hergestellt“, verspricht Lars Feddersen. In Aventoft finde sich dazu eine Rampe, die bei Bedarf angelegt werde. Auch „Hilfspersonal“ könne den Beeinträchtigten im Notfall an die Wahlurne helfen, heißt es aus dem Amt Südtondern. Falls trotzdem noch Unsicherheiten bestehen sollten, so beantwortet Koordinator Lars Feddersen gerne Fragen von Bürgern.

Als echtes Problem – nicht nur für die Europawahl – stellt sich zudem immer wieder das Finden von Wahlkampfhelfern heraus: „Das ist wirklich nicht einfach“, sagt Feddersen. Im Amt ist man deswegen für jeden Freiwilligen dankbar, der am Wahltag einige Stunden opfern kann. „Ein Wahllokal mit acht Personen zu besetzen ist ideal – dann kann die Wahlhilfe in zwei Schichten aufgeteilt werden.“

Infos und freiwillige Wahlhilfe: 04661/601–0



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