zur Navigation springen

Jetzt steht es fest : Südtondern-Halle Niebüll wird abgerissen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Der Schulverband stimmt einem Neubau zu, die voraussichtlichen Kosten betragen 3,5 Millionen Euro.

von
erstellt am 28.Mai.2016 | 06:15 Uhr

Die in die Jahre gekommene und sanierungsbedürftig gewordene Südtondern-Halle – Sporthalle der Friedrich-Paulsen-Schule (FPS) und von Vereinen genutzte Sportstätte – wird nicht saniert, sondern durch einen Neubau ersetzt. Dieser Entscheidung durch den Eigentümer, die Stadt Niebüll, stimmte die Verbandsversammlung des Schulverbandes Südtondern zu. Der Verband ist Trägerin der FPS.

Die Kosten für das Bauvorhaben werden sich voraussichtlich auf 3,5 Millionen Euro belaufen. Eine alternativ vorgesehene Sanierung hätte 2,6 Millionen gekostet, die sich nach einer vertraglichen Vereinbarung Stadt und Schulverband im Verhältnis von einem Drittel zu zwei Dritteln teilen würden. Bei dieser Kostenteilung soll es auch bei einem Neubau bleiben, bei dem die Mehrkosten von 900  000 Euro dann vom Schulverband getragen werden. Die Verbandsversammlung votierte einstimmig für einen Neubau, mit dem wegen dringenden Sanierungsbedarfs an den Sporthallen beim Schulzentrum erst 2018 begonnen werden könnte.

„Wir können nicht beide Hallen gleichzeitig geschlossen halten“, erklärte Bürgermeister Wilfried Bockholt gestern. Außerdem sagte er, die Baukosten für Stadt und Schulverband könnten noch erheblich sinken. „Der Antrag für das Städtebauförderungsprogramm wird derzeit vorbereitet.“ In den kommenden Wochen werde voraussichtlich entschieden, ob der Bund den Neubau unterstützt.

Für den Neubau hatte im vergangenen Herbst unter anderem Ingo Böhm, Leiter des Schulverbands, plädiert. Der damalige Schulleiter Manfred Wissel hatte vor Stadtvertretern erklärt, in den vergangenen Jahren habe es eine erhebliche Zahl von Unfällen in der Halle gegeben. Kollisionen mit der steinernen Hallenwand hätten oftmals zu den Verletzungen geführt. Dazu kommen verrottete Wasserleitungen, ein unsicheres Treppenhaus, veraltete Heizungen und Elektrik sowie unrettbare Waschräume. Die Mängel an der altgedienten Halle sind heute unübersehbar.

Vor 50 Jahren war das anders: In den 1960er-Jahren wurde der Bedarf für eine zweite Sporthalle an der Friedrich- Paulsen-Schule deutlich. Zwei Jahre betrug die Bauzeit. Am 4. Juni 1967 wurde die Südtondernhalle eingeweiht. 1,1 Millionen D-Mark waren damals verbaut worden.

 

Weiteres aus der Versammlung

Oberstudiendirektor Eckhard Kruse  erstattete der Verbandsversammlung Bericht aus der FPS. Danach stehe die Schule zurzeit unter extremer Belastung, ausgelöst durch 180 Abiturienten. Personell sei die FPS aber gut ausgestattet. Die FPS freue sich über 150 Schulanfänger in diesem Jahr. Die Schule werde sich  zusammen mit allen ortsansässigen Service Clubs am Benefizlauf für das Hospiz beteiligen und schulische Einrichtungen für die Veranstaltung zur Verfügung stellen. Die Internationale Klasse (vormals Europa-Klasse) werde neu belebt. Im Rahmen eines neuen Modells sei an eine Partnerschaft unter den Oberstufen der Gymnasien Tondern und Niebüll gedacht. Dabei handele sich um einen eher kulturellen Austausch – in englischer Sprache. „Wir wollen sehen, wie es läuft.“ Eine weitere Verbindung zum den nördlichen Nachbarn  soll es mit Schülern in Ribe (Dänemark) geben.    Für das nächste Jahr kündigte Kruse eine Woche „Reformation in der Gegenwart“ an. In dieser soll es um Martin Luther gehen. Von  Eltern und Gemeinden wünsche sich die Schule dabei Mitarbeit. „Wir werden auch aus der Schule hinausgehen – und hier und da Thesen anschlagen.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen