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Nordfriesland Tageblatt

12. Dezember 2017 | 23:28 Uhr

Süderlügum wartet auf das Umspannwerk

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Schon seit Ende Dezember vergangenen Jahres waren die zwölf Windmühlen des Bürgerwindparks (BWP) Süderlügum fertiggestellt und betriebsbereit, doch sie sind immer noch nicht am Netz. Das heißt, sie könnten zwar Strom produzieren, tun es aber nicht, weil dieser noch nicht los zu werden ist. Die Ursache dieses Einspeise-Problems liege, so Reinhard Christiansen, einer der drei Geschäftsführer des „Bürgerwindparks Süderlügum GmbH & Co KG“ (BWP), in der fehlenden Leitungs-Kapazität. Das neue 380 kV Tennet-Umspannwerk an der Grenzstraße (Betonstraße) in Jardelund, wo der Strom hingeleitet werden soll, sei noch nicht endgültig fertiggestellt.

Von Süderlügum hat der BWP eine 17 Kilometer lange Anschlussleitung zum eigenen errichteten Umspannwerk (UW) Weesby verlegt. Dort geht es vom eigenen 30 kV System direkt auf die 110 kV Ebene. Zusätzlich speisen dort am Sammelpunkt des Eon-Umspannwerks Weesby drei weitere Windparks aus Weesby, Weesbydamm und Böxlund/Bögelhuus sowie die örtlichen Biogasanlagen der Region ein. Allesamt warten auf die Betriebsfertigstellung des UW Jardelund. „Bisher kann dort nur der Bürgerwindpark im Kirchspiel Medelby einspeisen, weil diese selbst einen 380 kV Trafo hingestellt haben“, erklärt Reinhard Christiansen. „Aber die gut 400 Kommanditisten als Eigner des Bürgerwindparks Süderlügum mit ihren 492 Anteilen haben dadurch keine Nachteile. Die Einspeise-Referenzmenge wird nach hinten verschoben“, so der Geschäftsführer weiter. Das bedeutet, dass die Ausschüttungen zwar später kommen, dafür aber entsprechend länger fließen. Aber nach Aussagen der Verantwortlichen wird nun Ende Mai mit einer Inbetriebnahme gerechnet.Die zwölf Mühlen mit einer Nabenhöhe von 100 Metern in der Gemeinde Süderlügum stehen in dem Gebiet westliche der B 5 und nördlich der Grenzstraße. Es handelt sich um getriebelose, direkt angetriebene Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 36 Megawatt (MW). Die Gesamtkosten haben rund 54 Millionen Euro betragen, wovon 42 Millionen Euro als Fremdkapital aufgenommen wurden. Das Eigenkapital von zwölf Millionen Euro stammt von den Kommanditisten, überwiegend Bürger und Landeigentümer aus Süderlügum.

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