Bauprojekt : Süderlügum investiert kräftig

Dieses Gebäude mit Grundstück in der Bahnhofstraße hat die Gemeinde erworben.
Foto:
1 von 1
Dieses Gebäude mit Grundstück in der Bahnhofstraße hat die Gemeinde erworben.

1,5 Millionen Euro werden für den Radweg nach Westre, die Erschließung des Baugebietes und ein Feuerwehrauto ausgegeben.

Süderlügum | Investitionen von fast 1,5 Millionen Euro in der Gemeinde Süderlügum sind im Haushaltsplan für das neue Jahr vorgesehen. Dieses berichtete der Finanzausschussvorsitzende Momme Jürgensen während der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter im Feuerwehrgerätehaus. Davon sind alleine eine halbe Millionen Euro für den Bau eines Radweges nach Westre geplant.

175 000 Euro kostet die Enderschließung des Baugebietes Blumenfenne, 145 000 Euro sind für das Regenrückhaltebecken am Gewerbegebiet vorgesehen. Die Feuerwehr erhält einen neuen Gerätewagen Logistik (GWL I) für 150 000 Euro und der Bauhof einen neuen Traktor für 75 000 Euro, der Ausbau des Bäckerweges kostet 65 000 Euro und für den Kauf des ehemaligen Fleggaard-Anwesens (Rieber-Haus) in der Bahnhofstraße sind 165 000 Euro eingeplant. Dadurch kann die Bushaltestelle dort wieder hin zurückverlegt werden. Weitere größere Aufwendungen verursachen die Personalkosten mit 302 000 Euro, Schulen mit 500 000 Euro, Kindertagesstätten mit 379 000 Euro sowie die Umlagen mit gut 1.8 Millionen Euro.

Aber auch auf der Einnahmenseite sieht es 2018 gut aus in Süderlügum. Dafür sorgen die zu erwartenden Steuereinnahmen von zusammen über 3,2 Millionen Euro, darunter aus der Gewerbesteuer erstmals 2 Millionen Euro. Für seinen Status als ländlicher Zentralort fließen noch neben den allgemeinen Schlüsselzuweisungen von 196 000 Euro weitere 381 000 Euro. Im Ergebnisplan wird bei Erträgen von gut 4,4 Millionen Euro und Aufwendungen von gut 4,1 Millionen Euro mit einem Jahresüberschuss von 312 000 Euro gerechnet. Die Hebesätze bleiben für die Grundsteuern A und B mit 300 Prozent und für die Gewerbesteuer mit 380 Prozent unverändert.

„Wir machen schon viel in Süderlügum“, resümierte Momme Jürgensen – auch um in Bezug auf die von den Kommunen vorzuhaltenden Kita-Plätze die große Politik zu kritisieren: „Der Staat beschließt viel, zieht sich dann aber aus der Verantwortung zurück.“ Auch der Süderlügumer Hort ist inzwischen zu klein geworden, es wird dringend Platz für zwei weitere Krippengruppen benötigt. Ein geplanter An- und Umbau wurde vom Kreis verworfen, denn es muss ein kompletter Anbau für beide Gruppen geschaffen werden, so dass nun ein Architekt mit den Planentwurf beauftragt ist. Dieses ist auf dem vorhandenen Grundstück gar nicht so einfach, wie Bürgermeister Christian Magnus Petersen betonte.

Mit Blick auf die gute Haushaltslage meinte Gemeindevertreterin Marion Kuhn: „Wir müssen weiterhin positiv in die Zukunft investieren.“ Der Bauausschussvorsitzende Hans Uwe Joldrichsen berichtete, dass im Baugebiet Maiacker mit dem Aufbringen der Verschleißdecke auf der Straße die Erschließungsarbeiten abgeschlossen sind. Trotz des schlechten Wetters schreitet der Anbau an das Feuerwehrgerätehaus zügig voran. Auch Joldrichsen äußerte sich positiv zur Zukunft der ständig wachsenden, inzwischen mehr als 2370 Einwohner zählenden Gemeinde: „In Süderlügum wird sich weiterhin sehr viel entwickeln.“ Im Zuge der Bauleitplanung sei man in der Flächenfindungsphase für ein neues Wohnbaugebiet.

Der Vorsitzende des Umwelt- und Wegeausschusses Bendix Volquardsen berichtete über die in der Gemeinde stattgefundene Verkehrsschau. Besonders bezüglich der gewünschten verkehrsberuhigenden Maßnahmen in einigen Straßen war man seitens der Kommune nicht ganz mit dem Ergebnis zufrieden. Der Awo-Vorsitzende Hans-Joachim Hansen berichtete, dass sich die Süderlügumer Flüchtlinge einigermaßen gut eingegliedert hätten. Sie werden von 15 ehrenamtlichen und drei hauptamtlichen Helfern betreut. Es habe mit allen Beteiligten in den vergangenen zwei Jahren sieben „runde Tische“ stattgefunden, zudem hätten von der Awo gesponserte Patenschaftstreffen stattgefunden. Hansen dankte der Gemeinde für die Unterstützung. Der Bürgermeister gab diesen Dank gleich an die Awo-Helfer zurück. Weiter dankte Christian Magnus Petersen allen Personen, Vereinen und Verbänden, die sich zum Wohl der Gemeinde eingesetzt haben.



zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen